Der Stiefsohn von Kronprinz Haakon von Norwegen sitzt seit Anfang Februar im Osloer Gefängnis. Gegen den 29-Jährigen wird in rund 40 Anklagepunkten verhandelt - darunter schwere Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre Haft.
Bis zur Urteilsverkündung verweilt er in Untersuchungshaft in einem Hochsicherheitsgefängnis im Osloer Stadtzentrum. Der Alltag dort ist streng geregelt und auf Resozialisierung ausgerichtet.
Häftlinge dürfen einige persönliche Gegenstände mitbringen: Kleidung, Schuhe, Schmuck, Lesematerial, eine Akustikgitarre, einen Rasierer und bis zu 20 Original-CDs samt Discman.
Beim Haftantritt erhalten alle Gefangenen ein umfangreiches Paket: Reisetasche, Bettzeug, Handtücher, Unterwäsche, Socken sowie Hygieneartikel. Sogar Schreibmaterial und ein portofreier Umschlag gehören dazu.
Besuche sind täglich möglich und können online beantragt werden. Allerdings müssen Besucher ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und ein Sicherheitsscreening durchlaufen - das kann zwei bis drei Wochen dauern.
Neben der engsten Familie dürfen drei weitere Personen den Häftling besuchen, maximal zweimal pro Woche. Essen oder Getränke mitbringen ist verboten - im Gefängnis kann man aber Schokolade und Ähnliches kaufen.
Für die Freizeitgestaltung stehen eine Bibliothek und ein Fitnessraum zur Verfügung. Wer arbeiten möchte, kann in der Wäscherei oder Fahrradwerkstatt tätig werden. Das Sozialprogramm "Stifinner n" (Pfadfinder) ist derzeit allerdings geschlossen.