Der WM-Underdog fühlte sich im Halbfinale gegen die hochfavorisierten Franzosen von Schiedsrichter Cesar Arturo Ramos Palazuelos benachteiligt. Gegen die Leistung des Unparteiischen wolle man "heftig protestieren", hieß es in einer Verbandsstellungnahme.
So argumentierte der Verband des ausgeschiedenen WM-Sensationsteams, dass das Schiedsrichtergespann den Marokkanern "zwei klare Elfmeter" vorenthalten habe, der Verband stützte sich dabei auf Expertenmeinungen. Eine strittige Entscheidung des Unparteiischen sorgte bereits während des Spiels für Diskussionen. Sofiane Boufal ging in der 27. Minute im Duell mit Theo Hernandez zu Boden. Für den "ORF"-Schiedsrichter-Experten Thomas Steiner ein klarer Strafstoß, doch Palazuelos zeigte dem Marokkaner derweil die gelbe Karte. Der Video-Referee sah offensichtlich keine klare Fehlentscheidung und griff nicht ein.
"Der königlich-marokkanische Fußballverband wird nicht zögern, um die Rechte unseres Teams zu verteidigen. Deshalb fordern Wir Fairness im Ergreifen der erforderlichen Maßnahmen in Bezug auf das Unrecht, das der marokkanischen Mannschaft im Halbfinale zugefügt wurde", teilte der WM-Halbfinalist weiter mit.
Ob auch ein offizieller Protest gegen die Wertung des Spiels eingelegt wurde, blieb offen. Ein derartiger Protest dürfte allerdings kaum Erfolgschancen haben.