Maskenpflicht gefallen – dennoch kaum Touristen

Mit Montag sind in Italien weitere Lockerungen in Kraft getreten. So wurde etwa die Maskenpflicht im Freien wieder aufgehoben. 

Die Woche beginnt in Italien mit weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Mit heutigem Montag wird in dem Land die Maskenpflicht im Freien sowie die letzte noch geltende regionale Ausgangssperre aufgehoben.

Somit gibt es die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes aktuell nur noch in öffentlich zugänglichen Innenräumen. Aber: Sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, muss auch an stark frequentierten Orten im Freien die Maske weiterhin übers Gesicht gezogen werden.

Italien ganz "weiß"

Mit Aostatal ist zudem die letzte Region in Italien auf der Corona-Karte "weiß" eingefärbt worden. Somit ist nun das ganze Land eine weiße Zone mit niedrigsten Restriktionen.

 Bislang galt im nordwestlichen Aostatal eine nächtliche Ausgangssperre zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr – jene fällt nun weg.

Strände wenig besucht

"Heute" war am ersten Tag ohne Maskenpflicht im Freien in Italien vor Ort. Der Lokalaugenschein in Caorle, einer Stadt in Venedig, zeigt, dass der Ansturm auf die Strände derzeit aber noch sehr gering ist.

Wie deutlich auf den Fotos zu sehen ist, werden die Corona-Maßnahmen aber – wie etwa die Mindestabstände – von den (wenigen) Badegästen vorbildlich eingehalten. 

Ob die bisher geltende Maskenpflicht der Grund für die derzeit geringe Besucherzahl ist, wird sich wohl noch herausstellen. 

127.000 Corona-Tote

Zum ersten Mal in Europa wurde das Coronavirus vergangenes Jahr in Italien detektiert. Die Ausbreitung geschah sehr rasch und hinterließ deutliche Spuren. Das äußerst stark von der Pandemie getroffene Land verzeichnete bislang bei einer Einwohnerzahl von 60 Millionen insgesamt mehr als 4,25 Millionen Corona-Infektionen und über 127.000 Tote.

 Italien zählt somit zu einem der am härtesten von der Pandemie getroffenen Länder weltweit.

Zuletzt waren Ansteckungs- und Todeszahlen stark gesunken. Allerdings breitet sich auch in Italien derzeit die ansteckendere Delta-Variante des Virus aus. Gegen jene könnten Impfstoffe allein im Moment aber nicht ausreichen, warnt Walter Ricciardi, Berater des italienischen Gesundheitsministeriums und erklärt, es sei daher besser, weiterhin Vorsicht walten zu lassen.

Aus diesem Grund empfiehlt er Vorsichtsmaßnahmen– wie Sicherheitsabstände und Masken bei Ansammlungen sowie Desinfektion der Hände – auch weiterhin umzusetzen. 

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