"Bankrotterklärung"

Massenansturm auf Ceuta – scharfe Kritik aus Österreich

Der Massenansturm auf die Exklave Ceuta sorgt auch in Österreich für Aufsehen. ÖVP und FPÖ üben scharfe Kritik an Spaniens Migrationspolitik.
Newsdesk Heute
31.07.2026, 12:50
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Der massive Zustrom von Migranten nach Ceuta sorgt nicht nur in Spanien für Aufregung, sondern löst auch europaweit politische Reaktionen aus. Laut spanischem Innenministerium erreichten binnen 24 Stunden rund 49.000 Menschen die nordafrikanische Exklave über den See- und Landweg von Marokko aus.

Als Reaktion auf den Massenandrang entsandte die spanische Regierung das Militär zur Unterstützung der örtlichen Polizei. Ceuta gilt seit Jahren als wichtiger Zugangspunkt für Migranten, die europäischen Boden erreichen wollen. Die Exklave ist zwar EU-Gebiet, allerdings nicht Teil des Schengen-Raums

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Italien droht mit Schengen-Aus

Nachdem bereits Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni angekündigt hatte, außergewöhnliche Maßnahmen ergreifen zu wollen – darunter eine Aussetzung des Schengen-Abkommens mit Spanien – gibt es nun auch erste Reaktionen aus Österreich.

"Völlig verfehlte Migrationspolitik"

Europa- und Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) wollte laut ihrem Kabinett am Freitagnachmittag mit ihrem spanischen Amtskollegen Fernando Mariano Sampedro Marcos telefonieren.

Der ÖVP-Europaabgeordnete Lukas Mandl macht die spanische Regierung für die Entwicklung verantwortlich: "Die Bilder aus Spanien machen betroffen. Sie sind das Resultat einer völlig verfehlten Migrationspolitik der spanischen Regierung. Was illegal ist, kann niemals legitim sein. Europa hat genug zu tun mit der Integration jener Migranten, die da sind, sowie mit dem Mangel an legaler Arbeitsmigration."

Und weiter: "Dass die spanische Regierung aus rein ideologischen Gründen die Umsetzung der europäischen Migrationspolitik verweigert, darf nicht zu einem Problem für ganz Europa werden. Das werden wir zu verhindern wissen."

FPÖ spricht von "Bankrotterklärung"

Auch die FPÖ reagierte scharf. Europaabgeordnete Petra Steger bezeichnete die Ereignisse als "vollständige Bankrotterklärung der europäischen Migrationspolitik". Die Bilder aus Ceuta würden ihrer Ansicht nach zeigen, welche Folgen es habe, wenn ein Staat seine Grenzen nicht ausreichend schütze. Sie sprach von einer Kapitulation vor illegaler Massenmigration.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 31.07.2026, 12:58, 31.07.2026, 12:50