Naturpark ist zerstört

Massenansturm: Italien muss Urlaubs-Hotspot sperren

Massenandrang setzt dem Wanderweg am Monte Canin zu. Nun wird ein Abschnitt gesperrt – der Naturpark warnt vor weiteren Schäden.
Heute Life
14.09.2026, 13:18
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Der Urlauberboom hat Folgen: Ein beliebter Wanderweg am Monte Canin in Friaul-Julisch Venetien ist dem jahrelangen Ansturm offenbar nicht mehr gewachsen. Teile des Weges sind beschädigt, die Natur leidet – jetzt muss saniert werden.

Der Naturpark Prealpi Giulie sperrt deshalb laut einer offiziellen Mitteilungden stark frequentierten Abschnitt zwischen dem Rifugio Gilberti und der Sella Bila Pec vorübergehend für Wartungsarbeiten. Die Sperre gilt vom 14. September bis 2. Oktober, jeweils montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr. Eine vollständige Sperre des Weges will der Naturpark vermeiden.

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Wilde Abkürzungen verschärfen das Problem

Besonders problematisch: Immer mehr Wanderer verlassen den markierten Weg und treten eigene Abkürzungen aus. Das beschleunigt die Erosion und setzt dem ohnehin stark beanspruchten Gelände zusätzlich zu.

"In den letzten Jahren haben wir eine gewisse Verschlechterung des Weges festgestellt", erklärt Giulio Goi vom Naturpark gegenüber "Il Dolomiti". Das Gebiet rund um den Monte Canin zählt zu den beliebten Ausflugszielen der Region. Viele Urlauber fahren mit der Seilbahn von Sella Nevea hinauf und starten von dort ihre Tour Richtung Sella Bila Pec.

„In den letzten Jahren haben wir eine gewisse Verschlechterung des Weges festgestellt.“

Nicht nur der Weg ist in Gefahr

Besonders heikel ist die Situation, weil der betroffene Abschnitt zugleich als alpiner botanischer Lehrpfad dient. Seltene Pflanzenarten wachsen entlang der Route – und bekommen den Besucheransturm ebenfalls zu spüren.

Laut Goi sei bereits eine Verringerung des Wachstums und der Verbreitung bestimmter Pflanzenarten zu beobachten. Jeder Schritt abseits des markierten Weges kann empfindliche Vegetation beschädigen.

Turnschuhe statt Wanderschuhe

Auch bei der Ausrüstung sieht der Naturpark ein Problem. Wer mit der Seilbahn bequem in die Höhe gelangt, ist nicht zwangsläufig für alpines Gelände ausgerüstet. Goi kritisiert gegenüber "Il Dolomiti", dass manche Besucher mit glatten Turnschuhsohlen unterwegs seien. Gerade bei großem Andrang lasse sich dieses Problem nicht vollständig verhindern.

red,14.09.2026, 13:18
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