Knalleffekt im Prozess rund um das Wohnrecht von Simone Lugner in der Döblinger Villa ihres verstorbenen Gatten Richard! Ex-Frau Christina "Mausi" Lugner trat kurz nach 09:00 Uhr in den Zeugenstand. Im weißen Hosenanzug kam sie selbstsicher und lachend in den Verhandlungssaal im Wiener Zivilgericht und machte schnell klar: "Simone wollte nicht gemeinsam mit Richard leben, wohnen oder schlafen!"
Darum geht es beim Gerichtsstreit: Die Lugner & Söhne Privatstiftung, in der Mörtels Wegbegleiter und Vertraute das Sagen haben, klagt Simone. Sie hätte ihr Wohnrecht verwirkt, weil sie Richard († 91) nicht ausreichend gepflegt haben soll und müsse daher das Döblinger Domizil verlassen. Simone kämpft mit aller Kraft um ihren Verbleib.
Vor Gericht wurde und wird das Privatleben des Paares durchleuchtet, es geht vor allem darum, wie nahe sich das Ehepaar wirklich stand.
"Mausi", die Mutter von Jacqueline Lugner, war die vierte Ehefrau des Baulöwen und hat vor Gericht einiges zur aktuellen Situation rund um die Villa im 19. Bezirk und Simones Wohnrecht zu sagen: "Ich habe Simone nie im Haus gesehen, wenn ich Richard besucht habe". Maximal eine Haushaltshilfe habe sie gesehen.
In täglichen Gesprächen soll Richard Lugner sich bei seiner Ex-Frau beschwert haben: "Ich hätte mir so gewünscht, dass meine Frau mit mir im Bett schläft, aber es ist leider nicht so". Simone Lugner hatte in der Vergangenheit zur Schlafsituation des Paares ausgesagt: "Richard hat mir extra ein eigenes Schlafzimmer herrichten lassen. Er wollte, dass ich gut schlafen kann".
Auch zur viel diskutierten Pflegebedürftigkeit des Baulöwen gibt Mausi einiges zu Protokoll: "Es ging ihm wirklich schlecht", erzählt sie. Für sie steht fest: "Richard war ein Pflegefall".
Es bleibt spannend vor Gericht. Eine der wohl besten Freundinnen von Simone Lugner soll auch bald aussagen: Sängerin Lydia "Wildsau" Kelovitz. Sie wird im Laufe des Tages ebenfalls als Zeugin erwartet. "Heute" berichtet laufend.