Am 7. Juli kam es in Klosterneuburg (Bezirk Tulln, NÖ) zu einem schweren Unfall zwischen einer SUV-Lenkerin und dem 16-jährigen Maxi U. auf seinem Motorrad. Der Lehrling wurde von dem Audi erwischt, erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass ihm das linke Bein oberhalb des Knies amputiert werden musste.
Nach Tagen auf der Intensivstation im Uniklinikum St. Pölten kämpfte Maxi mit einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung. Die Chance, dass er überlebt, standen nur bei fünfzig-fünfzig, erklärte die Mutter damals zu "Heute". Auch dank einer passenden Beinprothese kam Maxi wieder auf die Beine. Der tragische Unfall beschäftigte seither aber auch die Staatsanwaltschaft Korneuburg, die gegen die Unfallgegnerin ermittelte.
Nun gibt es ein Update: Das Strafverfahren gegen die Lenkerin wurde eingestellt, wie Top-Verteidiger Nik Rast auf "Heute"-Anfrage erklärt. Der Grund ist ein Gutachten, das den Unfallhergang genau rekonstruieren konnte. Demnach bog der 16-Jährige aus dem stehenden Verkehr von einer Tankstelle in den fließenden Verkehr ein, die nassen Straßenverhältnisse und errechneten Reaktionszeiten ließen kein Ausweichmanöver der Lenkerin mehr zu. Die SUV-Fahrerin hatte keine Chance mehr, den Aufprall zu verhindern.
Zivilrechtlich versucht die Familie dennoch, zumindest eine Teilschuld der Autofahrerin nachzuweisen. Auch ein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens werde vorbereitet, wie es gegenüber "Heute" hieß.