In einer Presseerklärung gab die Bundesregierung heute bekannt, wie man den nach oben schießenden Corona-Zahlen Herr werden will. Mit einem 3-Stufen-Plan soll die Überlastung der Intensivstationen in den Spitälern vermieden werden. Mehr dazu hier.
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Dabei werde man sich ab sofort nicht mehr an der 7-Tages-Indizenz orientieren, sondern die Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern als Richtwert heranziehen. Je nachdem, wie diese ausfällt, kommen die verschiedenen Stufen des Plans zum Tragen. Denn man rechne weiterhin mit einer großen Zahl an Infizierten. Deshalb wird als erster Schritt ab 15. September die FFP2-Maskenpflicht in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln wieder eingeführt.
Dennoch steht die Steigerung der Impfquote weiterhin an oberster Stelle. Statistiken zeigen nämlich, dass die Mehrheit der Neuinfizierten zu den Ungeimpften zählen. Ebenso sind 90 Prozent der Intensivpatientennicht geimpft und jene, die im Spital behandelt werden müssen. Derzeit sind 30 Prozent der österreichischen Bevölkerung noch nicht geimpft.
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"Die Impfung ist die Lösung, nicht der Lockdown", meinte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein bei der Pressekonferenz. Deshalb setzt man jetzt mit einer Aufklärungskampagne mit der Hilfe der Ärzteschaft und regionalen Politiker dazu an, jene zu erreichen, die sich bisher nicht zur Impfung entschlossen haben.
Auch Oswald Wagner, Vizerektor der Medizinischen Universität Wien und stellvertretend für die Experten am Podium, rief – wie auch Bundeskanzler Kurz und Minister Mückstein – zur Impfung auf. "Bedenken Sie, wo Österreich heute stünde, wenn es die Impfung nicht gäbe - wir wären wieder in einem harten Lockdown." Alle Maßnahmen, die nun flankierend passieren, wären nötig, weil viele noch immer Bedenken hätten, ob die Impfung sicher sei, erklärte Wagner. An jene appellierte er auch: "Überlegen Sie, ob in Ihrem Bekanntenkreis ein ernster Impfzwischenfall aufgetreten ist. Wenn nicht, lassen Sie sich impfen!"
Sich ein drittes Mal impfenzu lassen, sei nötig, denn "dadurch werden sehr hohe Antikörper-Spiegel erzeugt, die länger im Blut bleiben." Dies gelte besonders für ältere Menschen und für jene mit Vorerkrankungen. Genesene wären in den ersten 6 Monaten nach ihrer Erkrankung Geimpften gleichgestellt, brauchen danach aber einen Stich, um weitere 9 Monate vollimmunisiert zu sein. Eine Impfung für unter 12-Jährige könnte es gegen Ende des Jahres geben, so Wagner.