Die anhaltende Trockenheit wird für Life-Ball-Gründer und Anti-Aids-Aktivist Gery Keszler und seine Schafe zum echten Problem. Denn auch im Südburgenland, wo Keszler sich mit seinem Mann auf ein kleines Anwesen zurückzog, ist mittlerweile das Heu knapp. Der Hobby-Bauer steht nun ziemlich belämmert da, weil seinen Schafen das Futter ausgeht. "Als die Wiese noch grün war, waren meine Lämmer happy. Jetzt haben sie Hunger!", klagt Keszler auf Facebook.
Früher konnte er flexibel reagieren und den für den Winter bitter benötigten Heuballen einfach bei Bauern aus der Nachbarschaft besorgen – das ist heuer unmöglich. Nun befürchtet er: "Das Futter geht uns aus." Denn: "Es gibt einfach kein Heu mehr. Egal, was man zu zahlen bereit ist. Auch betteln hilft nichts", weiß Keszler. Große Landwirtschaftsbetriebe und Pferdegestüte lassen sich Heuballen aus Polen liefern.
Weil er sich keinen einzelnen Heuballen von so weit her liefern lassen konnte, musste er bereits Pellets aus Slowenien kaufen. Besonders bitter: Direkt vor seiner Haustür stand auf einem Grundstück bis vor Kurzem noch hohes, trockenes Wiesengras auf einem Feld. Doch statt die Wiese für Futter zu verwenden, mulchte sie der Pächter ein. Beim Mulchen wird das Gras gehäckselt und auf dem Boden verteilt.
Der Grund: Der Bauer würde sonst eine Förderung verlieren, die er bereits im Dezember 2025 beantragt hatte – so skurril das angesichts der Futterknappheit klingt, es stimmt tatsächlich. Keszler forderte deshalb in seinem Posting Politiker zum Handeln auf. Der Grüne Landwirtschaftssprecher Philipp Juranich will nun mit einem Antrag im Landtag für einen österreichischen Dürremanagement-Plan reagieren. Er findet: "Ein Weiter wie bisher ist keine Option!"