Wer im Burgenland derzeit einer auffällig großen Spinne begegnet, muss nicht gleich in Panik geraten. Die Südrussische Tarantel hat sich in den vergangenen Jahren im Burgenland ausgebreitet und kann eine Größe von bis zu vier Zentimetern erreichen.
Besonders an milden Herbsttagen können die Tiere auch in Gärten, Häusern oder Kellern auftauchen. Der Grund für die derzeitigen Sichtungen: Die Männchen sind auf der Suche nach einer Partnerin.
Für Menschen gelten sowohl die Südrussische als auch die Schwarzbäuchige Tarantel als harmlos.
Die beiden Arten sind nicht überall im Bundesland gleich häufig anzutreffen.
"Die Südrussische kommt häufiger im Nordburgenland vor, während die Schwarzbäuchige eher im Süden vorkommt", so Carolina Trcka-Rojas vom Naturschutzbund Österreich gegenüber "ORF Burgenland".
Wie viele Exemplare tatsächlich im Burgenland leben, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Bisher sind 47 Meldungen der Südrussischen Tarantel sowie 31 Meldungen der Schwarzbäuchigen Tarantel bekannt.
Trotz der Sichtungen gibt es laut Naturschutzbund keinen Grund, von einer Invasion zu sprechen.
"Diese Taranteln breiten sich komplett natürlich bei uns aus und die Zahlen der Tiere sind jetzt noch nicht so hoch, dass sie das Ökosystem verändern würden", heißt es in dem ORF-Bericht weiter.
Wer eine der Spinnen entdeckt, soll den Fund nach Möglichkeit fotografieren und über naturbeobachtung.at melden. Anschließend sollte das Tier nicht getötet, sondern lebend ins Freie gebracht werden.