So viel verdienen Fußballerinnen in Deutschland! Union-Berlin-Trainerin Marie-Louise Eta gibt jetzt einen Einblick in die Gehälter der deutschen Frauen-Bundesliga. Dabei zeigt sich: Die Zeiten, in denen Spielerinnen für wenige Hundert Euro im Monat auf dem Platz standen, sind längst vorbei.
Eta sorgte erst vor wenigen Wochen für Schlagzeilen, als sie die Männer von Union Berlin im Saisonfinish übernahm und zum Klassenerhalt führte. Mittlerweile trainiert sie die Frauen des Hauptstadtklubs.
Im Podcast "Flatterball" von Ex-ÖFB-Teamspieler Martin Harnik und dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Max Kruse sprach die Trainerin nun offen über die finanziellen Verhältnisse im Frauenfußball.
"Zu meiner Zeit gab es noch viele Spielerinnen, die haben noch auf Minijob-Basis Fußball gespielt. Jetzt hat man, glaube ich, ein Durchschnittsgehalt von 5000 oder 6000 Euro brutto im Monat", verrät Eta.
Das entspricht einem durchschnittlichen Jahresgehalt von rund 60.000 bis 72.000 Euro brutto. Bei den Spitzenklubs können die Spielerinnen sogar deutlich mehr verdienen.
So sollen beim deutschen Meister Bayern München Monatsgehälter zwischen 10.000 und 25.000 Euro möglich sein. Auf ein Jahr gerechnet wären das bis zu 300.000 Euro brutto.
"Viele Spielerinnen können jetzt auch davon leben, sind Profis", betont die Union-Trainerin. Trotz der positiven Entwicklung sieht Eta weiterhin großen Verbesserungsbedarf. Dabei gehe es nicht nur um höhere Gehälter, sondern vor allem um die Professionalisierung des gesamten Frauenfußballs.
"Viel wichtiger ist, dass wir auch an Rahmenbedingungen und an den Strukturen arbeiten. Und dann natürlich auch die Qualität erhöhen", erklärt die Deutsche. Besonders die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern sowie die Förderung junger Talente dürften nicht vernachlässigt werden.
"Wir dürfen jetzt nicht nur oben anfangen und die erste Frauen-Bundesliga pushen, sondern müssen auch schauen, was Trainerqualifikationen, Nachwuchsarbeit und Nachwuchsförderung angeht. Damit dann auch diese Schere nicht zu groß wird", fordert Eta.