Gespräch änderte alles

Glasner hatte Nottingham vor Wechsel "nicht am Schirm"

Oliver Glasners Wechsel zu Nottingham Forest kam überraschend – offenbar auch für ihn selbst. Ein langes Gespräch mit dem Klub-Boss überzeugte ihn.
Sport Heute
09.10.2026, 07:33
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Als Oliver Glasner im Sommer nach seinem Vertragsende bei Crystal Palace eine neue Herausforderung suchte, stand Nottingham Forest nicht gerade ganz oben auf seiner Liste.

Den Premier-League-Klub habe er "als mögliche neue Station ehrlicherweise nicht auf dem Schirm" gehabt, gesteht der 52-Jährige jetzt im "kicker".

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Vier Stunden änderten Glasners Meinung

Dass Glasner wenige Monate später trotzdem auf der Nottingham-Bank sitzt, hat viel mit einem Mann zu tun: Eigentümer Evangelos Marinakis. Der Trainer traf sich mit dem Griechen zum Abendessen – und das sollte sich für den Klubboss bezahlt machen. Das Gespräch dauerte schlussendlich über vier Stunden.

Dabei änderte sich seine Meinung und vor allem eines: sein Bild über den präsenten und nicht unumstrittenen Klubboss. "Bei den Gesprächen mit dem Eigner bekam ich schnell ein Kribbeln im Bauch, sodass ich gespürt habe: Für diese Aufgabe brenne ich", offenbarte der Österreicher und erklärte: "Er steckt ja in einer Schublade, seit er nach einem Spiel mal auf dem Platz auftauchte. Aber wenn man mit jemandem vier Stunden beim Abendessen sitzt, bekommt man ein genaueres Bild."

Noch wichtiger war für Glasner aber die Frage, welches Potenzial in Nottingham steckt. "Ich muss das Gefühl haben, dass Potenzial vorhanden ist und alle bereit sind, dieses vorhandene Potenzial auch auszuschöpfen. Und das ist hier der Fall", schilderte der Österreicher.

Glasner stellte sofort Bedingungen

Blind zusagen wollte der Österreicher trotzdem nicht. Marinakis gilt nicht gerade als geduldig mit seinen Trainern – Glasner ist bereits der elfte Coach seit dessen Übernahme im Jahr 2017. Deshalb sprach der ehemalige Frankfurt-Trainer schon beim ersten Treffen Klartext.

"Ich habe dem Eigner gesagt, dass ich ihn dann brauche, wenn es schwierig wird. Und dass, bei allem, was er rund um den Klub schafft (...), das Wichtigste ist, was auf dem Platz passiert." Genau diese Zusammenarbeit sei nun ein zentraler Teil des Projekts. Man sei dabei, "diese Prioritäten zu ordnen".

Glasner sagte sogar zu Transfers Nein

Wie viel Vertrauen Glasner bei seinem neuen Klub genießt, zeigte sich bereits im ersten Transfersommer. Nottingham investierte 138,2 Millionen Euro, der Trainer wollte den Kader aber bewusst nicht mit zahlreichen Neuzugängen vollpacken.

Stattdessen sollten gezielte Verstärkungen kommen – darunter ÖFB-Star Xaver Schlager ablösefrei von RB Leipzig. Dabei hätte Marinakis Glasner sogar noch weitere Spieler finanziert. Der Österreicher verzichtete freiwillig. "Ich habe sogar das Angebot des Eigners abgelehnt, weitere Spieler zu verpflichten. Dann lieber im Januar mit mehr Vorlauf", erklärte der Trainer.

red,Akt. 09.10.2026, 07:37, 09.10.2026, 07:33
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