Wien wächst weiter – und die Bevölkerung der Bundeshauptstadt wird immer internationaler. Mit Stichtag 1. Jänner 2026 lebten 2.040.914 Menschen in Wien. Besonders auffällig ist die Vielfalt bei den Staatsangehörigkeiten: Menschen mit 187 verschiedenen Staatsbürgerschaften haben ihren Lebensmittelpunkt in Wien.
Aus manchen Ländern leben hingegen weniger als fünf Staatsbürger in der Stadt – darunter Bhutan, Andorra, Brunei, Palau und San Marino. Knapp zwei Drittel der Wiener Bevölkerung – 63,2 Prozent – besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. 15 Prozent sind Staatsangehörige eines anderen EU-Landes, weitere 21,9 Prozent besitzen die Staatsangehörigkeit eines Landes außerhalb dieser Gruppe. Damit haben insgesamt rund 36,9 Prozent keinen österreichischen Pass.
Die größte ausländische Staatsangehörigkeitsgruppe bilden laut der neuen Statistik Menschen mit serbischer Staatsbürgerschaft. Sie machen 3,7 Prozent der Wiener Bevölkerung aus. Dahinter folgen Syrer mit 3,5 Prozent. Deutsche kommen auf 3,1 Prozent, türkische Staatsbürger auf 2,3 Prozent und Polen auf 2,2 Prozent.
Ein wichtiger Faktor für die Bevölkerungsentwicklung ist die Zuwanderung. Im Jahr 2025 zogen 94.719 Menschen nach Wien, gleichzeitig verließen 84.546 Personen die Stadt. Unter dem Strich blieb damit ein Wanderungsplus von 10.173 Menschen.
Die Statistik zeigt auch, welche ausländischen Staatsangehörigkeiten in den vergangenen zehn Jahren den größten positiven Wanderungssaldo (Differenz zwischen Zu- und Abwanderung, Anm.) aufwiesen. An erster Stelle steht Syrien mit einem Plus von 50.807 Personen. Dahinter folgen die Ukraine mit 34.991, Deutschland mit 18.931, Afghanistan mit 12.186 und Rumänien mit 11.937 Personen. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum 2016 bis 2025.
Das Wachstum kommt aber nicht ausschließlich durch Zuwanderung zustande. 2025 wurden in Wien 19.030 Kinder geboren, im selben Zeitraum starben 16.467 Menschen. Damit ergibt sich eine positive Geburtenbilanz von 2.563 Personen.
Doch die Statistik hält noch jede Menge weitere überraschende Zahlen bereit. Demnach stammen 58 Prozent der österreichischen Gurkenproduktion aus Wien. Bei Melanzani sind es 57 Prozent. Auch beim Vogerlsalat mischt die Hauptstadt kräftig mit: 33 Prozent der österreichischen Produktion kommen aus Wien.
Interessant sind auch die Wohnverhältnisse der Wiener: Die durchschnittliche Wohnfläche beträgt 35 Quadratmeter pro Bewohner. Im Schnitt leben zwei Menschen in einer Wohnung. 23 Prozent der Wiener Bevölkerung wohnen in Gemeindebauten beziehungsweise im öffentlichen Wohnbau, 35 Prozent in freifinanzierter Miete und 19 Prozent im Eigentum.
Tierisch interessant wird die Statistik ebenfalls. Exakt 59.848 Hunde waren mit Stichtag 1. September 2025 in Wien registriert. Wie viele Katzen in Wiener Wohnungen leben, kann die Stadt hingegen nicht sagen. Denn anders als für Hunde wird für Katzen keine Steuer eingehoben. Deshalb verfügt die Stadt über keine entsprechenden Daten.