Wie "Heute" berichtete sorgen 24/7-Automaten-Shops wiederholt für Schlagzeilen: Im August flog in Wien-Neubau ein Shop auf. Grund dafür war eine fehlende Gewerbeerlaubnis, sowie der illegale Alkoholverkauf. Auch in Wien-MArgareten gab es bereits Probleme mit einem der Shops. In den Automaten wurde Alkohol rund um die Uhr, ohne jede Aufsicht und Alterskontrolle angeboten.
Eine Altersüberprüfung mittels Bankomatkarte zählt nicht bei Bier, Wein und Wodka, doch gerade die bringen viel Umsatz. Ein "Heute"-Leser entdeckte einen weiteren solchen Shop an belebter Stelle in Hernals und meldete ihn im August sofort bei der MA 59 (Marktamt). Als er unlängst bemerkte, dass dort weiterhin Alkohol verkauft wurde, wandte er sich erneut an den zuständigen Magistrat.
Im "Heute"-Talk bemängelte er die fehlende Reaktion und das laut ihm ausbleibende Einschreiten: "Automaten sind anonym, rund um die Uhr, ohne Personal. Gerade deshalb verlangen die Gesetze 'harte' Barrieren."
Auf "Heute"-Nachfrage erklärte das Marktamt, warum die Shops noch immer Alkohol anbieten. Tatsächlich werden die Betreiber regelmäßig angezeigt – die Geldstrafen belaufen sich dabei von 300 Euro bis 1.050 Euro. Da das Geschäft mit alkoholischen Getränken jedoch lukrativ ist, nehmen die Betreiber die Anzeigen samt Strafen gerne in Kauf.
Wie der zuständige Pressesprecher erklärt, gilt Ähnliches auch für Sexspielzeug: "Wenn das Sexspielzeug so verpackt ist, dass es für Kinder nicht als solches erkennbar ist, dann ist das kein Problem. Trotzdem finden wir auch unverpacktes Spielzeug vor." Diese Vorfälle verstoßen gegen das Wiener Jugendschutzgesetz. Ziel ist es, dass den betroffenen Betreibern irgendwann das Gewerbe entzogen wird.
Das Katz und Maus-Spiel geht noch lange weiter – Schwerpunktaktionen der Behörden werden wohl sdchon bald wieder stattfinden.