Angst vor Blamage

"Mein schwerstes Interview" – ORF-Star packt aus

In dem ORF-Format "Hinter den Schlagzeilen" gab "ZIB 2"-Moderator Wolf Einblicke in seinen Job. Ein Interview hätte er gerne nicht geführt.
Heute Entertainment
26.02.2026, 14:36
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Das wohl bekannteste Gesicht der "Zeit im Bild", Armin Wolf, kann auf eine spannende Karriere zurückblicken. Er ist bekannt für seine kritischen Interviews, die er schon seit über 20 Jahren im "ZIB 2"-Studio führt. Doch bei einem Gast bekam es auch der erfahrene Anchorman mit der Angst zu tun, wie er im ORF-Format "Hinter den Schlagzeilen" verriet.

Es geht dabei um niemand Geringeren als den russischen Machthaber Wladimir Putin. Diesen interviewte Wolf im Jahr 2018. Bisher sei es ein Geheimnis gewesen, dass lange nicht klar war, ob das Gespräch überhaupt zustande kommt, erinnerte sich der Moderator an die damalige Zeit.

"Schwer zu interviewen"

Schlussendlich saß Wolf dem Kreml-Chef aber doch gegenüber. Im Vorfeld hatte der ORF-Mann jedoch seine Bedenken. Er habe "ganz unprofessionell gehofft", dass das Interview nicht stattfindet.

Auch den Grund erläuterte der TV-Moderator. Ihm zufolge gebe es ganz furchtbare Beispiele von berühmten Journalisten, die den russischen Präsidenten interviewt hatten und dabei aufs Glatteis geführt wurden.

Wolf gab zu, Angst gehabt zu haben, sich ebenfalls zu blamieren. Putin sei schwer zu interviewen und mache sich einen Spaß daraus, Journalisten bloßzustellen, so der ZIB-Moderator. Dies würde dem russischen Machthaber durch Gegenfragen gelingen, die niemand wissen könne.

Wolf: Putin ist "uncharismatisch"

"Die Chance, mich dort zu blamieren, ist deutlich größer als die Chance, damit berühmt zu werden", dachte sich Wolf damals. Als klar war, dass das Gespräch stattfinden würde, hatte der Moderator noch fünf Tage Zeit sich vorzubereiten.

Er habe für dieses Interview "mehr gestrebert" als für seine mündliche Matura, so Wolf. Einfacher war es dadurch jedoch nicht, meinte der ORF-Mann. Den russischen Präsidenten beschrieb Wolf als "uncharismatisch" und "schnell im Kopf". Putin sage "kein Komma, das er nicht sagen möchte". Es sei das schwerste Interview seiner Karriere gewesen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 26.02.2026, 14:50, 26.02.2026, 14:36
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