Besuch in Washington

Meinl-Reisinger bei Rubio – "Putin spielt auf Zeit"

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger traf Marco Rubio in Washington. Bei Ukraine und Russland herrschte weitgehend Einigkeit.
Michael Rauhofer-Redl
12.08.2026, 07:53
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Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) hat am Dienstag ihren US-Amtskollegen Marco Rubio in Washington getroffen. Anschließend sprach sie von einem "sehr guten und substanziellen Gespräch".

Im Mittelpunkt standen die Entwicklungen in der Ukraine, auf dem Westbalkan und im Nahen Osten. Themen, bei denen Österreich und die USA grundsätzlich unterschiedliche Positionen vertreten, wurden hingegen ausgespart. Dazu zählt etwa der Internationale Strafgerichtshof.

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"Putin spielt auf Zeit"

Beim Krieg in der Ukraine sieht Meinl-Reisinger große Übereinstimmungen mit Washington. Die USA würden sich weiterhin als "Unterstützer der Ukraine" sehen und dementsprechend militärische Hilfe leisten sowie Sanktionen gegen Russland verhängen.

Einigkeit herrsche auch bei der Einschätzung des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dieser spiele "auf Zeit", erklärte die Außenministerin.

Rubio sehe derzeit zudem kein "Fenster" für Verhandlungen über ein Ende des Krieges. Gleichzeitig habe der US-Außenminister das Potenzial Wiens als möglichen Ort für künftige Verhandlungen anerkannt.

Die Reise nach Washington gilt auch als weiterer Vorbereitungsschritt für Österreichs Sitz im UNO-Sicherheitsrat 2027 und 2028.

Kein Deal mit Iran in Sicht

Auch die Lage rund um den Iran war Thema. Laut Meinl-Reisinger sieht Rubio derzeit keine Aussicht auf einen Deal. Bei den Verhandlungen mit Oman rund um die Straße von Hormus mache der Iran kurz vor einem möglichen Vertragsabschluss "immer neue Themen auf".

Die Auswirkungen der Situation seien auch in Österreich und in der Weltwirtschaft zu spüren. Besonders betroffen sei der globale Süden. Eine Blockade wichtiger Handelsrouten dürfe jedenfalls "kein Präzedenzfall" werden, betonte Meinl-Reisinger.

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