Meta-Vergleich

Mikl-Leitner: "Die Eltern brauchen unsere Hilfe"

"Kinderschutz im digitalen Raum ist genauso wichtig, wie in der realen Welt", betont die Landeshauptfrau.
Erich Wessely
31.08.2026, 07:00
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Der US-Konzern Meta hat in einem US-Prozess um eine mutmaßliche Social-Media-Sucht bei Minderjährigen einen milliardenschweren Vergleich geschlossen. Der Facebook- und Instagram-Mutterkonzern zahlt 16,68 Milliarden Dollar (14,3 Milliarden Euro), die auf die überwiegende Mehrheit der US-Bundesstaaten, mehrere Territorien und Washington D.C. aufgeteilt werden.

Die Kläger hatten Meta vorgeworfen, Kinder bewusst zu einer übermäßigen Nutzung seiner Plattformen verleitet und damit verbundene Risiken gegenüber Eltern und Öffentlichkeit verschwiegen zu haben. Im Zuge der Einigung verpflichtet sich Meta zudem zu Änderungen für Jugendliche, darunter Zeitlimits und Zugangssperren. Der Konzern weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe weiterhin zurück.

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"Zeugt, wie ernst das Problem ist"

Die Reaktion von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zum milliardenschweren Meta-Vergleich in den USA: "Unsere Kinder brauchen im digitalen Raum denselben Schutz wie in der realen Welt. Dass der Facebook- und Instagram-Konzern Meta in den USA jetzt einen Vergleich über fast 17 Milliarden Dollar schließt und sich zu konkreten Jugendschutzmaßnahmen verpflichtet, zeigt, wie ernst das Problem ist."

"Nicht ohne ausreichenden Schutz allein lassen"

Weiter betont die Landeshauptfrau gegenüber "Heute": "Social Media kann unterhalten und informieren. Gleichzeitig sind Kinder und Jugendliche dort mit Hass, Mobbing, Desinformation und Suchtmechanismen konfrontiert. So wie wir unsere Kinder beim Radfahren mit einem Helm schützen, dürfen wir sie auch in der digitalen Welt nicht ohne ausreichenden Schutz allein lassen", so Mikl-Leitner.

Die Landeshauptfrau stellt klar: "Dabei geht es nicht um Verbote oder Bevormundung. Es geht um Kinderschutz. Eltern kämpfen jeden Tag gegen Algorithmen, hinter denen Milliardenbudgets stehen. Das ist kein fairer Kampf. Und daher brauchen Eltern unsere Hilfe. Das heißt: Die Plattformen müssen stärker in die Verantwortung genommen werden – so, wie es der Vergleich in den USA jetzt zeigt. Wer Milliarden mit der Aufmerksamkeit unserer Kinder und Jugendlichen verdient, muss auch Verantwortung für ihren Schutz übernehmen."

Konkret fordert Mikl-Leitner: "Wir brauchen europaweit einheitliche und wirksame Regeln statt eines digitalen Flickenteppichs. Dafür habe ich mich bereits im März beim zuständigen EU-Kommissar eingesetzt. Entscheidend ist eine praxistaugliche Umsetzung, die auch tatsächlich funktioniert."

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