Strecke und Organisation

"Minderwertig!" Olympia-Star mit Kritik an Spielen

Zweimal hat Fanny Smith bei Olympia schon Edelmetall geholt. Jetzt schießt sie gegen das Großereignis – lässt kein gutes Wort an den Veranstaltern.
Sport Heute
20.02.2026, 20:25
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Smith ist ein Olympia-Profi. Vancouver 2010, Sotschi 2014, Pyeongchang 2018 und zuletzt Peking mit all seinen Corona-Eigenheiten samt Medaillen-Streit – sie hat schon alles gesehen. Doch Olympia in Cortina ist für sie ein Tiefpunkt. Strecke, Organisation und Stimmung? Für die Westschweizerin alles andere als olympiareif – ihre Worte zur Stimmung vor Ort sind drastisch.

"Diese Strecke ist nichts Besonderes"

Weder mit der Strecke noch mit der Atmosphäre in Livigno kann Smith viel anfangen. "Diese Strecke ist nichts Besonderes, sie hat nichts Technisches", sagt sie klipp und klar. "So ist es ein bisschen traurig, Olympische Spiele auf einer so einfachen, so minderwertigen Piste auszutragen. Man sieht es überall in der Organisation, auf den Tribünen … Rundherum gibt es nichts. Ich habe schon Spiele mit einem echten olympischen Geist erlebt."

Die Spiele sind diesmal auf mehrere Orte in Norditalien verteilt. Livigno ist dabei noch einer der besser ausgestatteten Plätze, meint Smith. In zwei Wochen würden dort 26 Titel vergeben. Trotzdem: Ein echtes Olympisches Dorf, wo sich die Sportler begegnen und gemeinsam feiern, gibt es nicht. Die Begeisterung früherer Austragungsorte fehlt völlig.

Smith legt nach: Kritik an Organisation

"Die alpinen Skifahrer haben mir gesagt, dass wir Glück haben, in Livigno zu sein", erzählt Smith weiter. "Und das stimmt, sie hatten alles, um es gut zu machen. Es gibt eine kleine Bühne, auf der sie die Medaillenzeremonien hätten abhalten können … Aber nicht einmal das!"

Smith weiter: "Sie hätten etwas Schönes auf die Beine stellen können, aber ich habe den Eindruck, dass sie es nicht zu Ende gedacht haben oder dass ihnen die Zeit gefehlt hat. Nun, ich bin Profi, ich weiß, was ich hier zu leisten habe." Den olympischen Geist vermisst sie aber. Ihr Motto: "Ich habe meine Arbeit zu erledigen und blende den Rest aus."

Rückzugsort dank Sponsor

Immerhin kann sich Smith in Livigno auf einen besonderen Rückzugsort verlassen. Ihr Sponsor – ein weltweit bekannter Getränkehersteller – hat für seine Sport-Stars ein eigenes Chalet bereitgestellt.

"Ich habe das Glück, dorthin gehen zu können, um mich auszuruhen und zu trainieren", sagt sie und lächelt. "Denn das Essen im Olympischen Dorf ist nicht besonders. Das Fitnessstudio ist auch winzig. Dort hingegen ist alles so eingerichtet, dass wir am Wettkampftag Leistung bringen können. Das können kleine Dinge sein, die den Unterschied machen."

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