Emotionaler Triumph! Bob-Anschieber Georg Fleischhauer holt bei den Winterspielen in Cortina sein erstes Olympia-Gold. Doch das Ergebnis war nur die halbe Geschichte – denn die Siegerehrung wurde zu einem hochemotionalen Moment. Den Sieg widmete er einer ganz besonderen Person: seiner verstorbenen Mutter Irene.
"Ich hatte ein Foto von meiner Mutter dabei – im Rennanzug", verriet Fleischhauer mit Tränen in den Augen. Zu sehen: Er als kleiner Junge in den Armen seiner Mama. Irene Fleischhauer war im August 2022 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. "Ich hätte mir gewünscht, dass sie das miterleben kann", erzählt der Olympia-Held, "dieses Gold glänzt auch für sie – dort oben." Papa Ralph stand dafür neben der Bahn und drückte die Daumen.
Fleischhauer war früher Leichtathlet, Deutscher Meister über 400 Meter Hürden. Olympia verpasste er mehrfach – London 2012 und auch Rio 2016. Der große Wurf gelang ihm nie – entweder wurde er von Verletzungen ausgebremst, oder er war schlichtweg nicht in Form. Erst 2020 startete er als Spätstarter im Bob durch. "Ich habe sehr, sehr lange auf diesen Moment gewartet."
Auch sportlich ist der Coup ein Knaller: Erstmals seit Jahren durchbrach Lochner den Olympia-Bann gegen Serien-Sieger Friedrich. Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende! Am Wochenende kämpft Fleischhauer im Viererbob um seine zweite Olympia-Medaille – und wieder wird das Foto seiner Mutter im Schlitten dabei sein.