Wind, Wetter, Schäden

Mit "Öl-Kur" – historische Burgtore werden aufpoliert

Die riesigen Holztore am Heldenplatz bekommen mit Leinöl eine aufwendige Pflegekur. Schritt für Schritt werden Schäden behoben.
Wien Heute
11.04.2026, 11:45
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Jahr für Jahr strömen Millionen Menschen durch das Burgtor am Heldenplatz – jetzt wird eines der bekanntesten Wahrzeichen aufwendig erneuert, wie ORF Wien berichtet. Die fünf gewaltigen Holztore werden Schritt für Schritt saniert. Dabei braucht es vor allem eines: eine große Menge Leinöl.

Wind und Wetter haben den Toren über die Jahre zugesetzt. Verschmutzungen müssen entfernt, Risse ausgebessert und beschädigte Holzteile teilweise ersetzt werden. Ziel ist es, die Substanz langfristig zu sichern. Dafür greift die Burghauptmannschaft auf eine bewährte Methode zurück: das Einlassen des Holzes mit Leinöl.

Holz und Metall erneuert

Dieses Verfahren sorgt dafür, dass das Material widerstandsfähig bleibt. "Damit eingestrichen werde das Holz langlebig, weil durch den Leinölanstrich Feuchtigkeit wieder nach außen gelangen kann", erklärte Burghauptmann Reinhold Sahl gegenüber dem ORF. Auch historische Bauteile wie Doppelkastenfenster könnten so über Jahrhunderte erhalten bleiben – vorausgesetzt, sie werden mehrfach behandelt und ausreichend getrocknet.

Nicht nur das Holz, auch die Metallteile der Tore stehen im Fokus der Arbeiten. Sie werden überarbeitet, teils ersetzt, jedoch möglichst im Originalzustand belassen. Wo nötig, werden sie ergänzt und anschließend neu beschichtet.

Arbeiten dauern bis Herbst

Die Sanierung erfolgt in Etappen: Zuerst sind die Tore auf der rechten Seite vom Ring aus an der Reihe, danach folgen die linken, zuletzt die mittleren. So bleibt die Durchfahrt während der gesamten Bauzeit erhalten. Bis zum Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Doch damit nicht genug: Auch andere Teile des Gebäudes benötigen Aufmerksamkeit. Die Lorbeerkränze im oberen Bereich wurden aus Sicherheitsgründen bereits abgenommen. Ob sie restauriert werden können, ist noch unklar – es fehlt an Fachkräften mit der nötigen Spezialtechnik. Hier will man nichts überstürzen. Abschließend steht noch die Reinigung der Fassade an, die im Vergleich deutlich weniger aufwendig sein dürfte.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 11.04.2026, 12:01, 11.04.2026, 11:45
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