Kapitän ist sich sicher

Schiff versank plötzlich in Donau: "Es war Sabotage"

Franz Scheriau steht vor einem Rätsel: Sein Ausflugsschiff ging in der Donau unter, ein Fährboot verschwand. Nun wird in Wien ermittelt.
Thomas Peterthalner
10.04.2026, 05:30
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Schock für Kapitän Franz Scheriau nach der Rückkehr aus dem Osterurlaub am Montag in Wien. "Mein Schiff ist untergegangen, irgendwer hat es versenkt", so der 72-Jährige am Donauufer in der Leopoldstadt. Er ist sich sicher: "Es war Sabotage." Die MS Ana sei mit Wasser vollgelaufen, bis sie versank. Nur die Mastspitze ragte aus dem Wasser. "Das Schiff hat kein Loch, es kann nicht von selbst gesunken sein", so der Kapitän.

Technischer Defekt möglich

Doch laut Polizei könnte auch ein technischer Defekt als Ursache infrage kommen, die Ermittlungen dazu laufen. Die Berufsfeuerwehr barg das älteste Donau-Ausflugsschiff aus dem Jahr 1894 mit Tauchern, Luftkissen und einem Kran. Nun steht es eingezäunt am Treppelweg neben Scheriaus Hausboot.

Fährboot verschwunden

Der Käpt’n wollte die MS Ana eigentlich verkaufen, sie soll 100.000 Euro wert gewesen sein. Damit nicht genug: Sein Fährboot Novara wurde am Osterwochenende gestohlen. "Vielleicht hat jemand den Motor genommen und das Boot versenkt", mutmaßt der Kapitän. Das Fährboot war angeblich 30.000 Euro wert. Der Seemann hofft nun auf Hinweise durch Zeugen, zeigte den Fall bei der Polizei an. Es wird ermittelt.

Schiffsmuseum am Donauufer

Franz Scheriau betreibt am Donauufer das Wiener Schiffsmuseum. Sein Hausboot ist die "Frederic Mistral", ein Dampfschiff, das bereits 1914 erbaut wurde. Zu seinem Museum gehörte auch die im Jahr 1894 erbaute MS Ana, das älteste Passagierschiff auf der Donau. Zwölf Ausflugsgäste haben darauf Platz. Nun muss es generalüberholt werden – das Wasser wartet.

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