Der Countdown läuft: In nur 38 Tagen startet in Wien eines der größten Musik-Events der Welt. Die Arbeiten für den 70. Eurovision Song Contest in der Stadthalle laufen bereits auf Hochtouren, wie ein Lokalaugenschein von "Heute" in der Halle D zeigt. Ab 29. April wird dann die Sicherheitsstufe erhöht.
Rund 170 Millionen Zuseher werden laut Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) das Event weltweit mitverfolgen: "Wir sind gut auf dieses Ereignis vorbereitet, die Rahmenbedingungen wurden gut hergestellt", erklärte Ludwig im Rahmen einer Presseführung in der Stadthalle.
Auch die eigens erstellte Fastnacht-Laterne aus Basel (hier fand im vergangenen Jahr der ESC statt) mit JJ Motiv wurde bereits im Eingangsbereich installiert: "Als Symbol der guten Übergabe – sozusagen als 'Staffelholz' für einen gut funktionierenden ESC – haben wir sie gut sichtbar aufgestellt", so Ludwig.
"Es funktioniert alles wie am Schnürchen. Von Anfang an hat alles wie nach Drehbuch geklappt. Ein erster Blick in die Halle verspricht nur das Allerbeste", betonte auch die interimistische ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher. Auch Wirtschafts-Stadträtin und Vize-Bürgermeisterin Barbara Novak (SPÖ) freut sich "auf die vielen Gäste und die Wertschöpfung", die das "größte Musik-Event schlechthin" bringen wird.
Die Aufbauarbeiten dazu laufen auf Hochtouren: Bis 20. April werden insgesamt rund 3.500 Tonnen Material für Bühne, Licht und Technik angeliefert. Es wird daher täglich in zwei Schichten 20 Stunden lang gearbeitet – zu Spitzenzeiten sind sogar rund 300 Personen am Aufbau beteiligt. Auch die Hälfte der insgesamt 2.135 Beleuchtungskörper ist bereits montiert. Ab voraussichtlich 22. April werden dann die ersten technischen Proben erfolgen.
Am Mittwoch startete zudem der Aufbau des "Green Room" – der Aufenthaltsbereich in der Halle D, in dem die auftretenden Künstler und Delegationen während der Live-Shows sitzen werden. 28 Live-Kameras werden das Mega-Event übertragen, für die bis zu 16.000 Besucher wird es Sitz- und auch Stehplätze geben.
Die ESC-Bühne mit über 2.000Quadratmeter Konstruktion und rund 210Tonnen Gewicht selbst steht allerdings noch nicht – der Platz wird derzeit noch für die Montage der Scheinwerfer genutzt: "Die Stadthalle ist eine State-of-the-Art-Arena, in der wir den Song Contest problemlos abwickeln können", erklärte Stadthallen-Geschäftsführer Thomas Waldner.
Während die Delegationen ab Anfang Mai in Wien eintreffen werden, wird es mit der Sicherheit ab 29. April ernst: Es gilt dann die Sicherheitsstufe 2, wie Sicherheitskoordinator und Head of Security Herbert Wagner erläuterte. Das bedeutet Sicherheits-Checks wie am Flughafen: "Alle Personen, die in die Stadthalle wollen, müssen dann durch einen Metall-Detektor und eine Röntgenstraße", so Wagner. Auch Taschenkontrollen wird es geben.
Die Sicherheitskontrollen werden an drei verschiedenen Zugängen eingerichtet, zusätzlich wird auch die Polizei-Präsenz (derzeit nur Beamte mit Sprengstoffspürhunden) erhöht. Insgesamt werden beim Event rund 700 Securitys im Einsatz sein. "Insgesamt haben rund 14.000 Mitarbeitende der Stadthalle eine strenge Sicherheitsprüfung durchlaufen", führte Wagner aus, der das Sicherheitskonzept für den ESC in der Stadthalle erstellt hat.