Ein neues Team will im Ski-Weltcup für Aufsehen sorgen – unter dem Namen "Spyder Redline Alpine" schließen sich sieben Athleten aus verschiedenen Nationen zusammen und wollen im Winter im Weltcup mitmischen – darunter ist mit Christian Borgnaes auch ein in Österreich geborener Fahrer.
Der 30-Jährige wurde in Innsbruck geboren und fuhr zunächst für Österreich, ehe er 2022 zum dänischen Verband wechselte. Nun wird Borgnaes Teil eines ungewöhnlichen Projekts, das vor allem jenen Rennläufern eine Chance geben soll, die abseits der großen Ski-Nationen um ihre Weltcup-Karriere kämpfen.
Prominentester Fahrer des neuen Teams ist Erik Read. Der 35-jährige Kanadier bringt die Erfahrung aus 204 Weltcup-Rennen mit und gewann mit seinem Land bei Weltmeisterschaften bereits Silber und Bronze im Team-Bewerb.
Neben Read und Borgnaes gehören die Kanadier Liam Wallace und Etienne Mazellier, die US-Amerikaner Tim Gavett und Jimmy Krupka sowie der Brasilianer Christian Oliveira Soevik zum Aufgebot.
Besonders beachtlich: Innerhalb von gerade einmal zwei Monaten wurde aus dem Plan ein komplettes Rennteam. Neben einem Cheftrainer gehören zwei Assistenztrainer, zwei Servicemänner und ein Physiotherapeut zum neuen Projekt.
Der Schwerpunkt soll auf Slalom und Riesentorlauf liegen. Antreten will "Spyder Redline Alpine" im NorAm-Cup, Europacup und auch im Weltcup. Reich wird mit dem Projekt allerdings keiner der Fahrer. "Niemand hat ein persönliches finanzielles Interesse daran", erklärt Gavett gegenüber "skiracing.com".
Vielmehr soll Spitzensport auch für Athleten möglich bleiben, denen keine großen Verbandsstrukturen zur Verfügung stehen. "Unser Ziel ist es, es für diejenigen, die bereit sind, alles für den Sport zu geben, so erschwinglich wie möglich zu gestalten."
Mit dem US-amerikanischen Ausrüster Spyder hat das Team einen prominenten Namensgeber gefunden. Dort ist mit Steven Nyman zudem ein ehemaliger Weltcup-Star tätig, der das Projekt unterstützt.
Der dreifache Weltcupsieger kennt auch "die weniger glamouröse Seite" des Ski-Zirkus und will gerade jenen Fahrern helfen, die um ihre Karriere kämpfen müssen. "Jeder liebt die Aussenseiter im Sport. Sie sind einzigartig und haben Kampfgeist", sagt Nyman. Und verspricht: "Ich bin stolz darauf, sie unter unsere Fittiche zu nehmen."