Ein Gürtel um den Hals, massive Gewalt und der Vorwurf einer Vergewaltigung: Ein Prozess gegen einen 34-jährigen Häftling drehte sich rund um schwerwiegende Anschuldigungen. Am Mittwochabend stand schließlich das Urteil fest.
Der 34-Jährige wurde wegen Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung zu zehn Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, wie "5 Minuten" berichtet. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Dem Privatbeteiligten sprach das Gericht zudem 2.000 Euro zu. Mit seinen darüber hinausgehenden Ansprüchen wurde er auf den Zivilrechtsweg verwiesen.
Die Vorwürfe bezogen sich auf einen Vorfall in der Justizanstalt Graz-Karlau vor rund drei Jahren. Die beiden Männer kannten einander bereits aus dem Maßnahmenvollzug in Wien-Mittersteig und trafen nach ihrer Verlegung nach Graz erneut aufeinander.
Laut Anklage soll der 34-Jährige seinen Mithäftling zunächst zum Reinigen der Zelle aufgefordert haben. Später soll er dessen Gürtel genommen, ihn dem Mann um den Hals gelegt und ihn damit durch den Haftraum gezogen haben.
Auch weitere massive Übergriffe waren Teil der Anklage. So soll der Kopf des Mannes unter anderem in das Wasser eines Waschbeckens gedrückt worden sein. Zudem warf die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten eine Vergewaltigung vor.
Nach den Eröffnungsplädoyers wurde die Öffentlichkeit vom weiteren Verfahren ausgeschlossen. Am frühen Mittwochabend wurde schließlich bekannt: Der Prozess endete erstinstanzlich mit einer langjährigen Haftstrafe.