MNS im Handel gekippt – aber nicht für diese Personen

Auch für Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel  hätte sich der Handelsverband eine "Verschnaufpause" gewünscht.
Auch für Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel  hätte sich der Handelsverband eine "Verschnaufpause" gewünscht.Tobias Hase / dpa / picturedesk.com
Der Handelsverband freut sich über die Lockerungen der Maskenpflicht im Handel. Allerdings hätte man sich jene für alle Beschäftigten gewünscht.

Die Corona-Lage in Österreich spitzt sich langsam wieder zu. Nach konstant eher niedrigen Zahlen schnellen die Corona-Fälle wegen der Delta-Variante nun wieder in die Höhe. Zuletzt vermeldeten die Behörden 341 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Um rechtzeitig gegenzusteuern, wurden am Donnerstag neue Verschärfungen beschlossen. Während die Regeln in einigen Bereichen verschärft werden, werden sie andernorts gelockert!

Die Maskenpflicht im Handel soll nun für bestimmte Personengruppen fallen. Dies sorgt nun für Aufregung und viel Gesprächsstoff. Gemäß der neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums, die "Heute" vorliegt, werden künftig einige Beschäftigte im Handel auf das Tragen von Maske beim Arbeiten verzichten dürfen.

Das gilt dabei auch für Verkäufer mit unmittelbarem Kundenkontakt!

Voraussetzung für ein Masken-freies Arbeiten ist jedoch ein 3G-Nachweis, der dem Arbeitgeber vorgelegt werden muss. (Mehr dazu HIER >>)

 Achtung! Diese Regelung gilt nicht für Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel, in Apotheken, Banken, der Post oder Verwaltungsbehörden.

Belastungsgrenzen der Mitarbeiter

Über die angekündigten Lockerungen im Non-Food-Handel freut sich der Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will: "Wir begrüßen, dass es bei den angekündigten Lockerungen für den Handel bleibt und die Maskenpflicht ab 22. Juli sowohl für die Kunden als auch für die Beschäftigten im Non-Food-Handel fallen wird."

"Die aktuelle Hitzewelle bringt viele Beschäftigte in den Geschäften an ihre Belastungsgrenze."

Genau aus diesem Grund habe sich der Handelsverband vehement für eine Aussetzung der Maskenpflicht bei geimpften oder negativ getesteten Handelsmitarbeitern eingesetzt.

"Verschnaufpause"

Bedauerlich in seinen Augen sei allerdings, "dass die mehr als 100.000 Mitarbeiter im Lebensmittelhandel, die seit mittlerweile 16 Monaten Corona-Pandemie Großartiges leisten, nicht von der Maskenpflicht befreit werden – selbst wenn sie vollimmunisiert oder negativ auf Covid getestet sind."

Auch für jene Beschäftigten würde er sich eine solche "Verschnaufpause" wünschen. 

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