Kannte der Täter das Opfer?

Mord im Luxus-Heim: Täter-Suche im persönlichen Umfeld

Nach dem Tod einer 87-Jährigen in einem Seniorenheim in Döbling laufen die Ermittlungen. Dabei prüfen die Behörden nun auch das Umfeld des Opfers.
Christoph Weichsler
27.01.2026, 08:45
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Nach dem Mord an einer 87-jährigen Pensionistin in einer exklusiven Seniorenresidenz in Wien-Döbling richten die Ermittler ihren Blick nun verstärkt auf das Umfeld des Opfers. Ausschlaggebend dafür ist ein Detail aus der Spurensicherung: Im Hals der Getöteten fanden die Ermittler ein Schmuckstück – manche Medien berichten von drei Ringen. Dieses Detail könnte auf ein persönliches Motiv hindeuten. Der Familien- und Freundeskreis der Frau wird daher nun genauer überprüft.

Untersucht wird, wer zuletzt engen Kontakt zur Seniorin hatte, wer Zugang zu ihrem Zimmer hatte und wer mit ihren Gewohnheiten vertraut war. In solchen Fällen sei es üblich, zunächst das unmittelbare Umfeld zu überprüfen. Ein gezieltes Vorgehen könnte darauf hindeuten, dass der Täter die Frau kannte – oder zumindest wusste, was sie bei sich hatte.

Auch anderes Motiv weiter möglich

Gleichzeitig schließen die Ermittler andere Tatmotive nicht aus. Möglich ist auch ein Täter, der es gezielt auf Wertgegenstände abgesehen hatte. Schmuckstücke der Pensionistin spielen dabei eine zentrale Rolle. Ob sie dem Opfer gehörten oder vom Täter mitgebracht wurden, ist Teil der laufenden Ermittlungen.

Die Polizei äußert sich zu Details nicht. Auf "Heute"-Anfrage heißt es, man könne derzeit keine weiteren Angaben machen, ohne die Ermittlungen zu gefährden. Klar ist jedoch: Die Tat muss unbemerkt erfolgt sein – Hinweise auf Hilferufe oder einen Alarm gibt es bislang nicht.

Sicherheitslücken im Heim?

Es soll vor dem Mordfall nur sporadische Zugangskontrollen in der Residenz gegeben haben. Besucher konnten weitgehend unbehelligt ein- und ausgehen. Wer sich wann im Gebäude aufhielt, wurde nach "Heute"-Infos nur eingeschränkt erfasst.

Diese offenen Zugänge könnten jetzt für die Ermittlungen entscheidend sein. Die Polizei prüft, wer sich am Tattag im Haus aufgehalten haben könnte und ob der Täter genau diese Situation ausnutzte.

{title && {title} } CW, {title && {title} } Akt. 27.01.2026, 11:48, 27.01.2026, 08:45
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