"Blumenkavalier" im Visier

Mord im Luxusheim – Täter telefonierte nervös am Tatort

Neue Details zum mutmaßlichen Mord an einer 87-Jährigen in Wien-Döbling: Der Verdächtige kam mit Blumen, Zeugen sahen ihn vor dem Zimmer des Opfers.
Christian Tomsits
03.02.2026, 05:30
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Neue Details zum schrecklichen Mordfall an einer 87-jährigen Bewohnerin einer luxuriösen Seniorenresidenz in Wien-Döbling. Die betagte Dame wurde am 20. Jänner bestohlen und erstickt, drei goldene Ringe lagen im Rachen der Toten wie eine perfide Botschaft des Killers.

Dank Überwachungsbildern konnte kürzlich ein bereits als "Senioren-Schreck" bekannter achtfach vorbestrafter Betrüger als dringend Tatverdächtiger ausgeforscht und am vergangenen Freitag um fünf Uhr früh in einer Gemeindewohnung in Wien-Penzing geschnappt werden – wir berichteten.

Nun wird klar, wie sich der erst kürzlich auf Bewährung entlassene Ex-Häftling in das Premium-Altenheim geschlichen haben soll. Bilder zeigen den 61-jährigen Türken am Eingang der Residenz mit einem Blumenstrauß in der Hand.

Laut "Heute"-Infos wird der besagte "Senioren-Schreck", der es bereits in der Vergangenheit auf ältere Opfer abgesehen haben soll, von mehreren Zeugen schwer belastet. Demnach wurde der Verdächtige zur ungefähren Tatzeit vor dem Zimmer des Opfers gesehen.

Hitziges Telefonat in Café fiel Zeugen auf

Außerdem habe der Verdächtige äußerst aufgebracht und hitzig in der Cafeteria des Heims telefoniert. Brauchte er vielleicht Hilfe beim Verschwindenlassen der Beute oder beim Verschleiern der schrecklichen Tat?

Astrid Wagner und Ina-Christin Stiglitz verteidigen den in U-Haft befindlichen Türken und sind davon überzeugt, dass ihr Mandant nur zur falschen Zeit am falschen Ort war. "Ich war eine andere Dame besuchen", behauptete der Verdächtige auch vor dem Untersuchungsgericht am Wiener Landl. Dort wurde noch am Wochenende U-Haft wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr verhängt.

Denn der Verdächtige ("Ich bin unschuldig") soll sich in seiner Einvernahme in Widersprüche verstrickt haben. Dennoch ist sein dynamisches Verteidigerinnen-Duo von seiner Unschuld überzeugt. Fest steht indes: An der Leiche der betagten Frau wurden auch verdächtige DNA-Spuren gefunden – die Labor-Auswertung des Beweises dürfte aber noch andauern. Bisher sprechen aber alle Indizien gegen den gefassten "Blumenkavalier". Für den kleingewachsenen "Charmeur" mit den Betrugsvorstrafen am Buckel gilt die Unschuldsvermutung.

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