Über jene beiden Inder, die in Hohenzell wegen Mordverdachts aufgegriffen worden sind, wurde Übergabehaft verhängt. Das teilte das Landesgericht Ried im Innkreis am Mittwoch in einer Presseaussendung mit.
Die Haftverhandlung findet laut Gericht Anfang Juni 2024 am Landesgericht Ried statt. "Im Zuge dessen entscheidet das Gericht über die Zulässigkeit der Übergabe an Großbritannien."
Der eigentliche Strafprozess findet dann im Vereinigten Königreich statt. "Die beiden Verdächtigen sind nicht geständig und möchten nicht nach Großbritannien ausgeliefert werden", so der Mediensprecher des Landesgerichtes Ried, Stefan Kiesl.
Die Männer stehen wie berichtet unter dringendem Verdacht, an einer brutalen Bluttat im Vereinigten Königreich beteiligt gewesen zu sein. Am 21. August 2023 sollen mehrere indische Staatsbürger einen Landsmann in Shrewsbury (Vereinigtes Königreich, Kleinstadt nordwestlich von Birmingham) brutal ermordet haben.
Mit zwei Fahrzeugen verfolgten sie das Mordopfer laut Polizei und parkten dann in seiner unmittelbaren Nähe. Das Opfer versuchte noch zu flüchten, die Verfolger liefen ihm allerdings nach und warfen ihn zu Boden.
Die Mordverdächtigen schlugen und stachen mit Äxten, Golfschlägern, Spaten und Messern auf das Opfer ein. Der Mann war nach wenigen Minuten tot. Ein mögliches Motiv: Ein Streit bei einem Sport-Event am Tag davor. Das wird aber noch immer untersucht.
Die Verhaftung zweier Mordverdächtiger Inder in Hohenzell in Oberösterreich sorgt für Schlagzeilen. Die Männer sollen in eine brutale Bluttat verwickelt sein, die in Großbritannien für Aufsehen gesorgt hat.
Fünf Tatverdächtige konnten von der Polizei noch im Vereinigten Königreich ausgeforscht und festgenommen werden. Sie wurden bereits wegen Mordes zu jeweils 28 Jahren unbedingter Haft verurteilt – ein Beschuldigter wegen Totschlags zu zehn Jahren.
Vier Tatverdächtigen gelang allerdings die Flucht. Bei einem von ihnen wurde ein möglicher Oberösterreich-Bezug vermutet. Aus Polizeikreisen hat "Heute" erfahren, dass die Verdächtigen wahrscheinlich Bekannte in OÖ hatten.
Wie berichtet, haben die beiden Verdächtigen versucht, mit falschen Namen in Österreich Asyl zu erlangen. Wie "Heute" von den Behörden erfahren hat, wurde der Antrag eigentlich bereits abgelehnt. Die zwei haben dann aber Berufung eingelegt. Dieser Einspruch wurde derzeit bearbeitet.