Jetzt wird es ernst für Gianluca Prestianni! Nach den schweren Rassismus-Vorwürfen gegen den Argentinier steht seine Zukunft bei Portugals Rekordmeister Benfica Lissabon auf der Kippe – und Trainer Jose Mourinho hat der Angreifer keine Zukunft beim Klub.
Auf einer Pressekonferenz am Sonntag stellte der Star-Coach klar: Sollte sich der Vorwurf durch die UEFA-Untersuchung bestätigen, wird Prestianni unter ihm kein Spiel mehr bestreiten. "Die Unschuldsvermutung ist ein Recht, aber ich muss viele 'Wenns' voranstellen", erklärte Mourinho.
Und dann wurde er unmissverständlich: "Als Bürger lehne ich jede Form von Vorurteilen oder Dummheit ab. Wenn – und ich wiederhole, wenn – mein Spieler diese Grundsätze, meine und die von Benfica, nicht respektiert hat, ist seine Karriere unter einem Trainer namens Jose Mourinho und in einem Verein wie Benfica zu Ende."
Der Wirbel geht auf das Hinspiel der Champions-League-Playoffs gegen Real Madrid zurück. Nach einem Treffer von Superstar Vinicius Junior soll Prestianni den Brasilianer beleidigt haben. Bei dem Wortgefecht hielt sich der Benfica-Profi demonstrativ das Trikot vor den Mund – Bilder, die für heftige Diskussionen sorgten. Die UEFA reagierte prompt und sperrte Prestianni vorläufig für das Rückspiel in Madrid. Eine Berufung der Portugiesen wurde abgeschmettert.