Adi Hütter ist nach der blamablen Abfuhr von Eintracht Frankfurt bei RB Leipzig bedient! Der österreichische Trainer-Export findet nach der 0:6-Klatsche deutliche Worte für den Auftritt seiner Mannschaft – und nimmt auch einen Führungsspieler ins Visier.
"Wenn man 6:0 verliert, müssen wir uns schämen", schimpft der 56-Jährige nach dem Bundesliga-Debakel. Besonders die katastrophale Defensivleistung bringt Hütter auf die Palme. "Die Tore waren viel zu einfach, viel zu billig. Das war nicht bundesligatauglich", kritisiert der Coach. Seine klare Forderung: "Wir müssen zehnmal besser verteidigen, das geht einfach nicht." Ezechiel Banzuzi (1.) und Christopher Nkunku (5.) hatten ganz früh genetzt. Nkunku schnürte dann vor der Pause einen Hattrick (41., 44.). Antonio Nusa (54.) und Tidiam Gomis (89.) legten nach.
Dabei sah der Frankfurt-Coach trotz der sechs Gegentore auch gute Ansätze im Spiel seiner Mannschaft. "Wir hatten Chancen, haben aber keine Tore erzielt", erklärt Hütter. Nach dem frühen Rückstand habe sich die Eintracht zunächst stabilisiert. Die beiden weiteren Gegentreffer kurz vor der Pause seien allerdings völlig unnötig gewesen.
Auch vor Kapitän Robin Koch macht Hütters Kritik nicht halt. Den Abwehrchef nahm er vorzeitig vom Feld – und erklärt die Entscheidung schonungslos: "Ich habe Robin Koch auch deswegen rausgenommen, weil die Leistung für einen Führungsspieler zu wenig war. Das muss ein Führungsspieler auch einmal aushalten."
Für Hütter steht fest, dass sich seine Mannschaft vor allem defensiv steigern muss. "Wir müssen gemeinsam besser verteidigen." Gegen Mainz habe Frankfurt noch leidenschaftlich verteidigt. "Das haben wir heute nicht gezeigt." In der Tabelle sind die Frankfurter nun Tabellen-13.