Erfolg am Verteilerkreis

Sturm siegt mit umstrittenem Elfer bei der Austria

Sturm Graz schließt zum Top-Trio der Bundesliga auf. Mit einem 2:0-Erfolg gegen die Wiener Austria rückten die Grazer ans Spitzenfeld heran.
Sport Heute
10.10.2026, 21:23
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Mann des Spiels bei den Steirern war Oumar Diakite, der einen Doppelpack schnürte (45+1., 55./Elfer). Vor allem der zweite Treffer, beziehungsweise der vorausgegangene Elfmeter, sorgte für teils heftige Diskussionen am Verteilerkreis. Die Grazer feierten den zweiten Sieg aus den letzten drei Spielen, während die Austria das dritte der letzten fünf Partien verlor und Zehnter bleibt.

Austria-Coach Stephan Helm überraschte mit seiner Startelf, brachte Reinhold Ranftl als linken Außenverteidiger, auf dessen angestammter Position rechts hinten dann Daniel Nnodim. Zugang Valentino Müller agierte mit Philipp Maybach im Mittelfeld, vorne durfte Sanel Saljic ran. Bei den Gästen aus Graz fehlten unter anderem der Rot-gesperrte Jürgen Heiol, dazu die verletzten Otar Kiteishvili, Giza Mamgeishvili oder Emran Soglo. Die Top-Talente Jakob Hödl und Luca Weinhandl durften wieder von Beginn an ran.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Und Sturm hatte gleich in der vierten Minute die Chance zur Führung durch Simon Seidl, dessen Abschluss zu zentral auf Samuel Sahin-Radlinger in Veilchen-Tor kam. Nach einer halben Stunde hatten die Grazer zunehmend das Spiel unter Kontrolle. Doch Paul Koller und Kapitän Jon Gorenc Stankovic in einer Doppelchance (34.) und Diakite aus Abseitsposition (37.) vergaben. Aufseiten der Wiener hatte Saljic in der 16. Minute vermeintlich zur Führung per Kopf getroffen, das Tor zählte aber wegen einer Abseitsstellung nicht. Zuvor vergab Johannes Eggestein (8.).

Diakite-Doppelpack, umstrittener Elfer

Unmittelbar vor der Pause schlug es im Austria-Tor aber ein. Nachdem Saljic am eigenen Strafraum von zwei Mann bedrängt den Ball verlor, setzte sich Weinhandl durch, seine Flanke versenkte Diakite per Kopf (45+1.).

Kurz nach dem Seitenwechsel stand abermals Diakite im Mittelpunkt. Der war im Strafraum zu Boden gegangen. Davor gab es einen Kontakt mit Austrias Ranftl, doch der Sturm-Angreifer machte mehr daraus, ging zu Boden und sah zunächst von Schiedsrichter Walter Altmann Gelb für eine Schwalbe. Dann schaltete sich der VAR ein, der Unparteiische ging auch selbst zum Bildschirm am Spielfeldrand und sah sich die Szene erneut an, änderte danach seine Entscheidung: Elfmeter für die Grazer. Diakite trat an und traf zum 2:0 (55.). Seidl verpasste es dann, endgültig den Deckel draufzumachen, scheiterte zuerst mit einem Heber und dann im zweiten Versuch mit dem Kopf an Sahin-Radlinger (71.).

Späte Austria-Angriffe

Die Austria forderte wiederum nach einem geblockten Eggestein-Schuss und einem Rempler gegen Ranftl einen Elfmeter (76.). Den gab es aber nicht. "Joker" Kelvin Boateng brachte in der 83. Minute keinen Abschluss zustande. Abschlüsse von Julian Hettwer segelten in der Nachspielzeit dann deutlich am langen Eck vorbei (90+2., 90+3.).

Die achte Bundesliga-Runde wird am Sonntag abgeschlossen.

red,Akt. 10.10.2026, 21:38, 10.10.2026, 21:23