Im mumok wird gerade alles auf links gedreht – und du kannst live dabei sein. Die neue Generaldirektorin Fatima Hellberg macht aus dem Museum eine offene Bühne für Kunst, Austausch und Überraschungen. Ab 22. Mai wird im Rahmen des "Tolia Curriculum" erstmals sichtbar, wie eine Ausstellung überhaupt entsteht.
Die georgische Künstlerin Tolia Astakhishvili baut ihre bisher größte Schau "Figure of the Child" direkt vor den Augen der Besucher auf. Das mumok wird dabei vier Wochen lang zum Atelier, Treffpunkt und Experimentierraum. Fast täglich gibt’s Workshops, Lesungen, Filmabende und Mitmach-Aktionen für Groß und Klein.
Los geht’s am 22. Mai mit einem Vortrag von mumok-Architekt Laurids Ortner. Danach wird’s kreativ: Besucher können Zeichnungen weiterführen, mit Gips experimentieren oder bei Tai-Chi im Museum mitmachen. Auch Musiker, Autoren und Künstler sorgen für ein buntes Programm.
Am 20. Juni startet dann mit "Terminal Piece" die erste große Ausstellung unter Hellbergs Leitung. Auf fünf Ebenen treffen Werke aus der mumok-Sammlung auf neue Arbeiten und Leihgaben. Besonders spannend: Bühnenbildnerin Anna Viebrock verwandelt die Eingangsebene in ein begehbares Gesamtkunstwerk mit Räumen wie Wohnzimmer, Kirche oder Keller. Der Bereich ist bis 30. September gratis zugänglich.
Hellberg setzt bewusst auf Offenheit: "Ein Museum muss kein Ort fertiger Antworten sein", sagt sie. Kunst soll hier nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden.