Wer seinem Haustier helfen will, muss tief ins Börserl greifen. Medizinische Eingriffe bei Hund, Katze & Co. kosten mittlerweile fast so viel wie beim Menschen – und selbst Routineeingriffe sind längst kein Schnäppchen mehr.
Schon bei kleinen OPs wird’s teuer: "Eine Kastration bewegt sich im dreistelligen Eurobereich. Benötigt das Tier nach einem Unfall eine Stabilisierung durch eine Schiene, dann kann das bereits vierstellig werden", erklärt Andreas Jerzö von der Tierärztekammer OÖ dem "ORF".
Besonders heftig: Eine Mundhygiene für den Hund kostet satte 600 Euro. Und bei einem Gehirntumor bei Kleintieren wie Katze, Hund oder Meerschweinchen werden gleich 1.800 bis 2.000 Euro fällig.
Der Grund? Hoher Materialaufwand und Personalmangel. Gleichzeitig erwarten Tierhalter Standards wie in der Humanmedizin: "Mittlerweile sind wir auch in der Veterinärmedizin im Jahr 2025 angekommen und die Leute erwarten hohe medizinische Standards", so Jerzö.
Früher waren Herrl und Frauerl noch "Besitzer". Heute seien sie "pet parents", sagt der Tierarzt. Für viele sind Hund und Katze längst vollwertige Familienmitglieder – und da wird auch das letzte Hemd geopfert.