Völlig verzweifelt

Mutter stornierte Urlaub – muss jetzt 3.000 Euro zahlen

Iryna S. ist verzweifelt. Eigentlich wollte sie mit ihrer Familie einen netten Urlaub in Ägypten verbringen. Nun kostet sie eine Klage 3.000 Euro.
Jana Stanek
12.05.2026, 05:30
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Mama Iryna S. ist verzweifelt: Auf sie und ihren Ehemann kommt eine massive finanzielle Belastung zu. Weil sie ihren Urlaub kurzftistig stornieren wollte, treffen die kleine Familie nun massive Gebühren.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Kurzfristig entschied sich Iryna S. mit ihrem Mann und den zwei Kindern (15 und 17) für einen Familientrip nach Hurghada (Ägypten). Gebucht wurde über einen Reiseveranstalter: "Ich hatte gar keine Zeit, mir das alles mit den Bewertungen so genau anzusehen", erinnert sich die 42-Jährige. Das sollte ihr zum Verhängnis werden.

Umbuchung nicht mehr möglich

Wenig später stolperte sie über unzählige negative Bewertungen des gebuchten Hotels – sofort wollte die Mutter umbuchen. "Teilweise waren Dinge am Pool beschädigt, da hatte ich Angst um meine Kinder", erinnert sie sich.

Aufgrund der kurzfristigen Entscheidung war jedoch bloß noch eine Stornierung möglich. "85 Prozent der Kosten hätte ich trotzdem zahlen müssen – das sind 1.700 Euro", ist die Wienerin entsetzt.

Obwohl Iryna eine andere Reise beim selben Anbieter buchte, muss sie 85% Stornogebühr zahlen.
Zvg

Extra Ersatzreise gebucht

Das Schlimmste für Iryna S.: "Ich habe stattdessen genau für dasselbe Zeitfenster erneut eine Reise über diesen Anbieter gebucht, als Ersatz sozusagen – gleicher Flug, gleiche Destination, bloß ein anderes Hotel." Dass sie trotzdem für die andere Reise die volle Stornogebühr zahlen soll, empfindet die Wienerin als große Belastung. "Von Kulanz kann hier nicht die Rede sein", wettert sie.

Auch noch Gerichtskosten zu zahlen

Genau aus diesem Grund weigerte sich die Mutter zu zahlen. "Ich habe zwei Jobs – als Krankenschwester und im Altersheim – diese Gebühr ist mehr als mein Gehalt", ist sie verzweifelt. Zu allem Überfluss brachte der Reiseanbieter die ganze Sache nun vor Gericht. "Ihnen wurde rechtgegeben, nun muss ich mitsamt den Anwaltskosten wohl um die 3.000 Euro zahlen."

Bedingungen im Vorhinein klar

Laut dem Reiseveranstalter sei es so, dass in den AGB, die man den Kunden vor der Buchung zukommen lasse, eine Stornostaffel enthalten sei. "Bei kurzfristigen Absagen können entsprechend hohe Stornogebühren anfallen, die bis zu 100% betragen.", heißt es vom Unternehmen gegenüber "Heute". Die Höhe der Stornogebühren hänge vom Zeitpunkt der Stornierung vor der Abreise ab.

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