Es ist ein Rätsel, das derzeit die Österreichischen Lotterien beschäftigt. Seit rund einem Monat wartet man auf jenen Steirer, der den ersten Achtfach-Jackpot der heimischen Lotto-Geschichte geknackt hat und dem 12 Millionen Euro zustehen.
Vom unbekannten Gewinner fehlt bisher jede Spur. Und das ist selbst für die Lotterien alles andere als alltäglich.
"Das finden auch wir spannend, normalerweise dauert es eine bis eineinhalb Wochen, bis sich ein Gewinner meldet", sagt Lotterien-Sprecher Günther Engelhart zu "Heute".
Warum sich der Gewinner so viel Zeit lässt, weiß niemand. Eine mögliche Erklärung haben die Lotterien dennoch.
"Eine Vermutung ist, dass der Gewinner auf Urlaub sein könnte, und sich deswegen Zeit lässt", sagt Engelhart.
Ob der Steirer überhaupt schon weiß, dass mehr als 12 Millionen Euro auf ihn warten, ist damit ebenfalls offen.
Viel mehr weiß man über seinen Wettschein. Der wurde zwei Tage vor der entscheidenden Ziehung in einer steirischen Annahmestelle abgegeben.
Sechs Quicktipps spielte der Unbekannte. Ausgerechnet der Sechste brachte den Rekordgewinn: Alle sechs Zahlen stimmten, sie sind 12 Millionen Euro wert.
Mit seinem Treffer knackte der Steirer den ersten Achtfach-Jackpot der österreichischen Lotto-Geschichte. Gleichzeitig holte er einen der höchsten Lotto-Gewinne, die es hierzulande jemals gab.
Nur ein Spieler aus Niederösterreich gewann noch mehr: 2018 brachte ihm ein Sechser rund 14,9 Millionen Euro.
Bei der Ziehung des steirischen Rekordgewinners waren knapp 11,3 Millionen Tipps auf rund zwei Millionen Wettscheinen abgegeben worden. 74 Prozent aller möglichen Zahlenkombinationen waren damit abgedeckt.
Eine Kombination brachte mehr als 12 Millionen Euro. Doch der Besitzer des entscheidenden Scheins bleibt weiterhin das große Lotto-Phantom.