Großer Erfolg für die Wiener Polizei. Wie nun bekannt wurde, klickten am Freitagnachmittag für einen 37-Jährigen in der Wiener Landstraße die Handschellen. Der Mann wurde seit 13 Jahren per Europäischen Haftbefehl gesucht. Ihm wird vorgeworfen, 2012 eine Person ermordet zu haben, außerdem wird ihm ein weiterer Mordversuch angelastet.
Außerdem wurde der Mann wegen strafrechtlicher Delikte aus jüngerer Vergangenheit – Erpressung im Jahr 2024 und 2025 sowie schwerer Hehlerei 2025 – gesucht. Der nun Verhaftete wurde in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert.
Ermöglich gemacht wurde der Erfolg durch die Zusammenarbeit von schwedischen und österreichischen Behörden. Das Bundeskriminalamt lobte die internationale Zusammenarbeit im Rahmen des ENFAST-Netzwerks (European Network of Fugitive Active Search Teams). Österreich sei "kein sicherer Zufluchtsort für international gesuchte Straftäter", erklärte etwa Bundeskriminalamt-Direktor Andreas Holzer via Aussendung.
Die Zielfahndungseinheit des Bundeskriminalamts ist Gründungsmitglied des 2010 gegründeten ENFAST. Dessen Ziel ist es, die Sicherheit innerhalb der EU durch enge internationale Kooperation zu erhöhen.