Aber nicht freiwillig

Nach 20 Jahren: "Rosenheim Cop" muss in Rente

Alexander Duda spielt seit 2006 den beliebten Polizeichef Achtziger. Freiwillig geht er aber nicht.
15.10.2026, 15:36
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Das Ende einer Ära bei den "Rosenheim-Cops": Alexander Duda (70), seit 2006 als Polizeichef Gerd Achtziger im Einsatz, verlässt die ZDF-Erfolgsserie nach der aktuellen Staffel. Und das ganz und gar nicht freiwillig.

"Ich finde es schade, dass das meine letzte Staffel wird. Das war eine dramaturgische Entscheidung der Produktion und des ZDF. Ich hätte sicherlich auch in den nächsten Jahren noch gerne weiter gemacht", sagt Duda im Interview mit "Bild".

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"Der Achtziger hätte bis 80 machen müssen"

Das Problem ist ausgerechnet seine Rolle. "Der Achtziger ist ja ein Staatsbeamter, die müssen ja mit 67 in Rente. Deshalb hatte ich wenig Argumente auf meiner Seite." Sein Vorschlag, den Achtziger einfach als Pensionisten weiterlaufen zu lassen, kam bei den Machern nicht an.

Böse ist er deshalb nicht: "Ich hege da keinen Groll, das bringt ja nichts." Ein bisschen Kritik gibt es trotzdem: "In vielen Reihen werden Schauspieler über 70 entlassen oder die Serien eingestellt. Das finde ich generell sehr schade."

Der Abschied ging ihm nahe. In seiner letzten Folge taucht zum ersten Mal die Ehefrau des Achtzigers auf. "Meine Abschiedsklappe ist mir schwergefallen", erzählt Duda. Am Ende habe er "richtig feuchte Augen" gehabt, "und das ist bei mir selten". Die Kollegen seien ihm ans Herz gewachsen: "Da fühlt sich das jetzt wie eine richtige Trennung im echten Leben an."

Auf der Straße wird er bis heute oft als Achtziger angesprochen, und das stört ihn nicht. Den Erfolg der Figur erklärt er so: Die meisten TV-Vorgesetzten seien unangenehm oder grantig. "Ich wollte das anders machen, einen sympathischen Chef, den man mag."

In den Ruhestand will der 70-Jährige jedenfalls nicht. Er fühle sich dafür viel zu fit, fahre viel Rad und trainiere drei- bis viermal pro Woche auf der Rudermaschine. "Ich bin Flexitarier, Gemüse ist mein neues Fleisch!" Weiterarbeiten will er vor der Kamera und auf der Theaterbühne.

Ganz verschwindet seine Stimme ohnehin nicht. Seit Jahren leiht Duda in den Marvel-Filmen dem Muskelprotz Drax, gespielt von Dave Bautista (57), seine deutsche Stimme. Dieser Job bleibt ihm erhalten.

red, 15.10.2026, 15:36
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