Ein weiterer Traditionsbetrieb in der Steiermark steht vor dem Aus: Über das Vermögen von Gernot Jauk wurde am 14. April 2026 ein Konkursverfahren am Landesgericht Graz eröffnet. Der Betrieb war über Jahrzehnte hinweg als Fliesenleger und Ansprechpartner rund ums Verlegen von Fliesen in der Region tätig. Für viele in der Umgebung kommt das überraschend – immerhin wurde der Betrieb bereits Anfang der 1960er-Jahre gegründet.
Damit endet nach rund 63 Jahren Firmengeschichte vorerst ein Kapitel, das über Generationen Bestand hatte. Der Betrieb galt lange als fixer Bestandteil im Ort und war für viele erste Anlaufstelle, wenn es um Handwerk ging.
Doch zuletzt wurden die Stimmen leiser – und auch kritischer. Während manche Kunden den Betrieb weiterhin lobten, berichteten andere von enttäuschenden Erfahrungen und ausbleibenden Rückmeldungen. Ein Bild, das auf wachsende Probleme hindeuten könnte.
Jetzt ist die finanzielle Schieflage offiziell: Gläubiger können ihre Forderungen noch bis 4. Juni anmelden. Mitte Juni wird es ernst: Bei einer ersten Gerichtsverhandlung soll geprüft werden, wie es weitergeht. Ob eine Sanierung gelingt oder das endgültige Aus droht, ist derzeit noch völlig offen.
Ein Betrieb, der seit den 60ern bestand, steht damit plötzlich vor dem Nichts - und mit ihm ein Stück regionaler Geschichte.