Auf den Bergen wird weiter geplant: Die Steiermark schafft mit einer neuen Erweiterung des Windkraft-Sachprogramms zusätzliche Flächen für Windräder. Insgesamt könnten so bis zu 150 neue Anlagen entstehen - zusätzlich zu rund 70, die bereits gebaut werden oder in Genehmigung sind. Damit nimmt der Ausbau auf den Höhenlagen des Landes deutlich Fahrt auf.
Der Entwurf sieht 18 neue oder erweiterte Zonen vor. Neben neuen Vorrang- und Eignungsgebieten werden auch bestehende Flächen ausgeweitet. Ziel ist es, den Ausbau gezielt in jenen Regionen zu ermöglichen, die besonders gute Windverhältnisse bieten - und das sind in der Steiermark vor allem die Bergrücken – berichtet die APA.
Dort könnten etwa am Hahnkogel bis zu 28 Windräder entstehen, im Murtal bis zu 25, weitere Projekte sind in der Obersteiermark geplant. Schon jetzt zeigt sich, wie stark der Fokus auf windreiche Höhenlagen gelegt wird.
Aktuell sind 121 Windräder im Bundesland in Betrieb. Gemeinsam mit den bereits laufenden Projekten und den neuen Flächen würde die Windkraft deutlich an Bedeutung gewinnen und die Zahl der Anlagen spürbar steigen.
Die Landesregierung verweist auf einen steigenden Strombedarf und das Ziel, mehr Energie im eigenen Land zu erzeugen. Gleichzeitig wurden auch Ausschlusszonen ausgeweitet, um sensible Bereiche zu schützen, und Gespräche mit betroffenen Gemeinden geführt.
Noch ist der Plan nicht beschlossen: Der Entwurf geht nun in Begutachtung, danach soll die endgültige Entscheidung fallen. Klar ist aber schon jetzt, dass der Ausbau der Windkraft künftig noch stärker auf den Bergen sichtbar sein wird. Die Richtung ist vorgegeben - die Umsetzung wird zeigen, wie sich die Windkraft auf den steirischen Höhenlagen entwickelt.