Am Franz-Jonas-Platz und im Bereich des Bahnhofs Floridsdorf könnten künftig Kameras installiert werden. Das Bezirksparlament in Floridsdorf hat sich mit Stimmenmehrheit für eine entsprechende Resolution ausgesprochen. Den Vorstoß der ÖVP unterstützten am Donnerstag auch SPÖ, FPÖ sowie das Team HC Strache.
Noch handelt es sich dabei jedoch lediglich um ein politisches Signal. Die endgültige Entscheidung über eine Umsetzung liegt beim Innenministerium. Bereits jetzt gibt es Videoüberwachung an bekannten Wiener Standorten wie Praterstern, Keplerplatz und Reumannplatz. Innenminister Gerald Karner (ÖVP) hatte bereits im vergangenen Sommer angekündigt, den Einsatz solcher Systeme im öffentlichen Raum auf weitere sensible Bereiche auszuweiten. Auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) stellte sich hinter diese Linie.
Der Beschluss des Bezirks wird mit dem Wunsch nach mehr Sicherheit begründet. Kameras sollen helfen, Straftaten vorzubeugen und die Arbeit der Behörden zu erleichtern.
Eine Gelegenheit dafür könnte die geplante Neugestaltung des Franz-Jonas-Platzes bieten: Der Bereich soll im Jahr 2029 umfassend modernisiert werden. Im Zuge der Bauarbeiten könnte auch die technische Infrastruktur für eine Überwachung geschaffen werden.
Bereits seit Februar des Vorjahres gilt am Franz-Jonas-Platz sowie am Pius-Parsch-Platz ein Alkoholverbot. Wer dort mit Bier, Wein oder Spirituosen angetroffen wird, muss mit einer Verwaltungsstrafe rechnen.
Kontrolliert wird die Regelung durch die Polizei sowie durch gezielte Einsätze des städtischen "Einsatzteam Wien". Begleitend dazu gibt es sozialarbeiterische Maßnahmen.