Das Problem kennen wohl viele: Der Paketbote kommt und man ist nicht zu Hause – oder man ist zwar daheim, aber bekommt trotzdem gleich eine Benachrichtigung anstatt der Postsendung. Das Bestellte wandert daraufhin in eine Abholstation. Die Tage verstreichen und das Ende der Abholfrist rückt immer näher – doch irgendwie geht es sich nie aus, oder man vergisst einfach aufs Abholen.
So ging es nun einer Döblingerin, die sich am letzten Drücker an eine Bestellung erinnerte, die in einer Abholstation in der Guneschgasse auf ihre Besitzerin wartet. Das Problem: "Wir sind weggefahren und haben leider vergessen, ein Paket aus der Box in der Guneschgasse abzuholen", postete die Frau in der Facebook-Gruppe "Team Döbling". Und der Hut brannte, denn: "Das Paket kann man leider nur noch bis morgen abholen."
Bevor das Paket wieder zurück an dem Absender geht, bat sie daher die anderen Mitglieder der Gruppe: "Wohnt vielleicht jemand in der Nähe und könnte da kurz vorbeigehen und das Päckchen rausnehmen?"
Das las der Döblinger Bezirksvorsteher Daniel Resch – und bot sich gleich als Paketbote an: "Ich hole das Paket. Bitte mailen Sie mir alle notwendigen Unterlagen", postete der ÖVP-Chef. Die Dame nahm das Angebot dankend an. Und am Montag holte sie sich ihre Postsendung in der Bezirksvorstehung ab.
„Es ist uns Politikern ja nicht verboten, nett zu sein“Daniel ReschÖVP-Bezirksvorsteher Döbling
"Das ist persönlicher Bürgerservice. Mehr geht nicht", scherzt Resch auf "Heute"-Anfrage. Er habe das Posting gesehen, und "nachdem ich eh in die Gegend musste, dachte ich mir, ich hol das Packerl gleich ab, bevor's zurückgeschickt wird. Das ist ja mühsam", so der Bezirkschef weiter. "Es ist uns Politikern ja nicht verboten, nett zu sein", lacht Resch.