Betroffenheit und Rundumschlag

Nach CSD-Terror – jetzt reagiert die heimische Politik

Der Anschlag beim CSD in Berlin zieht auch seine Kreise nach Österreich. Am Sonntag meldeten sich mehrere heimische Spitzenpolitiker zu Wort.
Newsdesk Heute
26.07.2026, 14:58
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Der Schock und die Trauer in Berlin sitzen tief. Am Samstag kam es im Zuge des Christopher Street Day (CSD) zu einer Wahnsinnstat. Ein 21-jähriger Deutscher mit libanesischen Wurzeln – laut Polizei ist er der islamistischen Szene zuzurechnen – soll mit einem Transporter in eine Menschenmenge gerast sein.

Für eine Frau kam jede Hilfe zu spät, weitere Opfer schweben in Lebensgefahr. Der Tatverdächtige war bereits polizeibekannt und befindet sich aktuell auf der Flucht. Am Sonntag zeigten sich auch österreichische Spitzenpolitiker bestürzt von der Tat.

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Regierung zeigte sich betroffen

So schrieb Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) auf X, dass seine Gedanken bei den Angehörigen der Opfer seien. Gleichzeitig stellte Stocker klar: "Was gestern in Berlin geschehen ist, war ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft." Europa müsse eine klare Antwort geben. Demnach haben "islamistischer Terror und Hass" in unserer Gesellschaft keinen Platz. Es gelte nun die "liberale, demokratische Gesellschaft" zu verteidigen, so der Kanzler.

Auch Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) zeigte sich zutiefst betroffen. "Der erschütternde Angriff auf den CSD in Berlin ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft. Tausende Menschen feierten das Leben, die Vielfalt und die Freiheit. Genau diese Werte will ein solcher Angriff schwächen und spalten." Man dürfe nicht zulassen, dass dies den Tätern gelingt, sagte Babler.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) habe die grausame Bluttat zutiefst erschüttert. Ihre Gedanken seien "bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Betroffenen". Ihr zufolge stehe der CSD für "Liebe, Freiheit und Zusammenhalt". Diese Werte wolle man sich nicht nehmen lassen. Die Botschaft der NEOS-Frontfrau: "Liebe ist stärker als Hass."

Kickl mit Rundumschlag

Härtere Töne schlug FPÖ-Chef Herbert Kickl (FPÖ) an. Der Freiheitliche betonte auf Facebook, dass der Anschlag die "bittere Realität einer völlig gescheiterten Asyl- und Migrationspolitik in Europa" zeigen würde. Auch seine Gedanken seien "bei den Opfern, ihren Hinterbliebenen sowie den vielen Verletzten".

Der FPÖ-Politiker stellte klar, dass seine Partei bereits seit Jahren "vor den Gefahren der unkontrollierten Masseneinwanderung und dem ungehinderten Wachsen des politischen Islam" warne. Auch in Österreich sehe man die Folgen "dieser verfehlten Politik", meinte Kickl. Abschließend forderte er "einen sofortigen Asylstopp, lückenlosen Grenzschutz und die konsequente Abschiebung krimineller sowie illegaler Ausländer".

Gewessler: Kein Platz für Hass

Grünen-Chefin Leonore Gewessler rief unterdessen zur Verteidigung auf "unsere Werte, unsere Freiheit und unsere Art zu leben" auf. "Was ein Tag der Sichtbarkeit, des Zusammenhalts und der Solidarität sein sollte, wurde von Gewalt überschattet. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, den Verletzten, ihren Familien und allen, die den Angriff beim Berliner CSD miterleben mussten", so Gewessler.

Sie betonte, dass "Hass und menschenfeindliche Ideologien" in unserer Gesellschaft nichts verloren hätten. Man werde für die Werte unserer Gesellschaft "heute, morgen und jeden Tag" einstehen, sagte die Grünen-Chefin.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 26.07.2026, 15:01, 26.07.2026, 14:58