Das Wochenende im niederländischen Zandvoort war für Lewis Hamilton eines zum Vergessen. Erst crashte er im Rennen und muss damit weiterhin auf seinen ersten Podiumsplatz für Ferrari warten. Dann kassiert er noch eine Startplatzstrafe für das kommende Rennen in Monza (ITA).
Der Grund ist ein durchaus kurioser: Der Brite war auf dem Weg zur Startaufstellung zu schnell. Er war zwar 20 Kilometer pro Stunde langsamer als in seinen Trainingsrunden, doch das war nicht genug. Laut Regelwerk müssen die Fahrer auf dem Weg ins Grid ihre Geschwindigkeit massiv senken. Hamilton soll sein Tempo jedoch nur um zehn bis 20 Prozent gedrosselt und erst 70 Meter früher gebremst haben.
Die Strafe wurde eine halbe Stunde nach dem Rennen in Zandvoort ausgesprochen. Der Rekordsieger muss in Monza um fünf Startplätze zurück in der Startaufstellung, obwohl eigentlich eine Strafversetzung um zehn Plätze vorgesehen ist. Die Kommissare entschieden sich jedoch für eine mildere Strafe, da Hamilton zwar vom Gas gegangen war, aber nicht genug. Der Brite erhielt deshalb auch nur zwei Strafpunkte statt der vorgesehenen drei.
Bitter für Hamilton: Wäre die Strafe früher ausgesprochen worden und für das Rennen in Zandvoort verhängt worden, hätte sie wohl keinen signifikanten Einfluss auf das Endergebnis gehabt. In Monza hat er nun von Anfang an einen Nachteil.