Es sollte der große Moment der Aufklärung werden. Wochenlang hatte das Land darauf gewartet, dass sich Mette-Marit endlich zu ihrer Verbindung zu Jeffrey Epstein äußert.
Als das Interview beim Sender NRK ausgestrahlt wurde, waren die Erwartungen riesig. Doch statt klarer Antworten bot die Kronprinzessin vor allem eines: Emotionen – und viele offene Fragen.
Schon zu Beginn wirkte Mette-Marit angeschlagen. Ihre Stimme kippte, Tränen standen in den Augen. Sie sprach über ihre Krankheit und die Sorgen um ihren Sohn Marius Borg Høiby und machte deutlich: Ihr geht es nicht gut.
Als es dann um die entscheidenden Punkte ging, blieb vieles unbeantwortet. Warum sie Jeffrey Epstein trotz belastender Google-Recherche weiter traf? Warum der Ton ihrer Mails so vertraut, teils flirtend war?
Auf viele dieser Fragen reagierte sie ausweichend. Sie könne sich nicht erinnern, wollte Details nicht kommentieren oder blockte ganz ab. Selbst bei brisanten Aussagen – etwa über eine "langweilige" royale Hochzeit – wich sie konkreten Antworten aus, wirkte fast schon genervt.
Zurück blieb bei vielen Zuschauern ein Gefühl: Mehr Fragen als zuvor.
Was das Interview zusätzlich dramatisch macht: Nur kurze Zeit später musste Mette-Marit medizinisch behandelt werden.
Berichten zufolge wurde sie noch am selben Tag in eine Klinik gebracht. Dort erhielt sie unter anderem Sauerstoff über einen Nasenkatheter. Ein deutliches Zeichen, wie angeschlagen sie aktuell ist.
Die Kronprinzessin kämpft seit Jahren mit einer Lungenfibrose, einer unheilbaren Erkrankung. Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich ihr Zustand deutlich verschlechtert hat. Eine Lungentransplantation steht im Raum.
Doch auch die psychische Belastung ist enorm: Der Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby, die weltweiten Schlagzeilen – und nun die Epstein-Affäre.
Der TV-Auftritt sollte Klarheit bringen – stattdessen wirft er jetzt fast noch mehr Fragen auf.