Glanzvolle Inszenierung, starke Schauspieler. Aber wie viel Wahrheit steckt wirklich in "The Crown"? Laut Royal-Biograf Hugo Vickers offenbar deutlich weniger, als viele glauben.
In einem Podcast rechnet der Experte knallhart mit der Erfolgsserie ab und bringt dabei eine brisante Geschichte ans Licht: Prince Philip soll über eine Szene so empört gewesen sein, dass er sogar seine Anwälte einschaltete.
Der Grund: In der ersten Staffel wird suggeriert, Philip habe indirekt Schuld am Tod seiner Schwester Princess Cecilie of Greece and Denmark getragen, die 1937 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.
In der Serie wird gezeigt, dass ein Streit in Philips Schule dazu geführt habe, dass seine Schwester eine Reise antrat – mit fatalem Ausgang. Laut Vickers sei das jedoch frei erfunden: "Es gab keinen Streit, und die Geschichte stimmt so einfach nicht."
Besonders heftig: In der Szene wird Philip bei der Beerdigung von seinem Vater indirekt verantwortlich gemacht. Für den echten Prinzen ein No-Go.
"Er war extrem aufgebracht", so Vickers. Der Royal-Biograf, der Queen Elizabeth II. über Jahrzehnte begleitet hat, spricht sogar von einer "fundamental unehrlichen" Darstellung der Monarchie.
Das Problem: Viele Zuschauer würden die Serie als Wahrheit ansehen. Gerade weil sie so hochwertig produziert und emotional erzählt sei, verschwimmen für viele die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion.
Auch die spätere Darstellung der Monarchie sieht Vickers kritisch. Die Macher würden unterschwellig eine Anti-Royal-Haltung transportieren – besonders in den letzten Folgen.