Wassermangel spitzt sich zu

Nach Dürre ist Trinkwasser jetzt auch noch verunreinigt

Alarm in Perchau: Im Trinkwasser wurden erhöhte Bakterienwerte festgestellt. Rund 70 Haushalte müssen ihr Wasser jetzt abkochen.
Newsdesk Heute
19.09.2026, 07:52
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Im Neumarkter Ortsteil Perchau (Bezirk Murau) sorgt die Trinkwasserversorgung für Probleme. Wegen der anhaltenden Trockenheit herrscht bereits seit Monaten Wassermangel. Jetzt wurde bei Kontrollen auch noch eine Verunreinigung festgestellt, berichtet die "Kleine Zeitung".

Die Marktgemeinde Neumarkt hat deshalb vorübergehende Vorsichtsmaßnahmen angeordnet. Leitungswasser muss bis auf Weiteres vor dem Trinken mindestens drei Minuten lang abgekocht werden.

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Bei Untersuchungen wurden laut Bürgermeister Josef Maier erhöhte Werte von Enterokokken und coliformen Bakterien festgestellt. Woher die Verunreinigung kommt, ist derzeit noch unklar.

Quelle liefert nur mehr 10 %

Entdeckt wurde das Problem bei Wasserüberprüfungen. Diese werden derzeit häufiger durchgeführt, weil die Trockenheit die Versorgung des auf rund 1.000 Metern gelegenen Ortsteils massiv beeinträchtigt. Von der Abkoch-Empfehlung sind rund 70 Haushalte im Zentrum von Perchau betroffen. Viele Bewohner greifen deshalb vorerst auf Mineralwasser zurück.

Aus einer Quelle fließt aktuell zu wenig Wasser in den erst vor drei Jahren errichteten Hochbehälter. Deshalb wird bereits seit mehreren Monaten Trinkwasser aus dem Neumarkter Leitungsnetz entnommen, nach Perchau gebracht und dort in den Behälter gefüllt.

Wie angespannt die Lage ist, zeigen Zahlen aus dem Ort. Die Quelle könnte laut Hartwig Pfingstner, Seniorchef des Gasthauses Neuwirt, bis zu 200.000 Liter Wasser pro Tag liefern. Derzeit seien es nicht einmal 20.000 Liter.

red,19.09.2026, 07:52