Vor fünf Monaten versetzte eine Bluttat in einem Wiener Kebab-Lokal ganz Österreich in Aufruhr. In der Nacht auf den 6. November soll ein 34-jähriger türkischstämmiger Taxifahrer einen tschetschenischen Kampfsportler (33) erschossen haben. Auch einen 55-jährigen Serben soll der Mann angeschossen haben. Das zweite Opfer überlebte nur knapp.
Grund für das Treffen der Männer war wohl die Aussprache wegen eines Privatkredits in der Höhe von 50.000 Schweizer Franken (rund 54.000 Euro). Doch dabei soll der 34-Jährige eine Pistole gezogen und abgedrückt haben. Danach seien er und sein Begleiter (35) geflüchtet. Während sich der 35-Jährige am Folgetag stellte, setzte sich der Taxifahrer ins Ausland ab.
Am 31. Jänner klickten für den 34-Jährigen dann in seiner alten Heimat die Handschellen. Demnach wurde er am Istanbuler Flughafen gefasst und in der vergangenen Woche nach Österreich gebracht. Seither sitzt der Mann in der Justizanstalt Josefstadt – "Heute" berichtete.
Laut einem Bericht des "ORF Wien" wurde am Freitag auch die Untersuchungshaft über den mutmaßlichen Todesschützen verhängt. Diese sei jedoch nicht rechtskräftig, da der Beschuldigte keine Erklärung abgegeben habe.
Der Mann, dessen Name den Ermittlern kurz nach der Tat bekannt war, wurde nach seiner Flucht per EU-Haftbefehl gesucht. Mitte November wurden auch Fahndungsfotos veröffentlicht. Gegenüber der "Krone" lobten Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl die Arbeit der Beamten.