Eine scheinbar harmlose Frage nach der Uhrzeit soll am Montagabend in Wien zu einem bewaffneten Raubüberfall geführt haben. Drei junge Männer im Alter von 18, 19 und 20 Jahren stehen im Verdacht, einem 25-Jährigen das Handy entrissen und anschließend mehrere Menschen bedroht zu haben.
Die Polizei leitete eine Fahndung ein. Wenig später konnten die drei Verdächtigen in der Brigittenau angehalten werden.
Der Vorfall ereignete sich am Nationalfeiertag gegen 22 Uhr. Laut Polizei sollen die drei jungen Männer einen 25-Jährigen angesprochen und nach der Uhrzeit gefragt haben.
Als der Mann sein Mobiltelefon hervorholte, soll einer der Verdächtigen zugegriffen und ihm das Gerät aus der Hand gerissen haben. Doch damit soll es nicht getan gewesen sein.
Nach dem mutmaßlichen Handydiebstahl soll die Situation weiter eskaliert sein. Den Ermittlungen zufolge sollen die drei Verdächtigen nicht nur den 25-Jährigen, sondern auch dessen Begleiter und einen Augenzeugen bedroht haben.
Dabei sollen zwei Pistolen und ein Messer zum Einsatz gekommen sein. Ob es sich bei den Pistolen um echte Schusswaffen handelte, geht aus den Polizeiangaben nicht hervor.
Nach dem Vorfall machten sich Polizisten aus der Josefstadt und Ottakring gemeinsam mit Beamten der WEGA auf die Suche nach den mutmaßlichen Tätern.
Die Fahndung führte schließlich in die Treustraße in Wien-Brigittenau. Dort konnten die Einsatzkräfte die drei jungen Männer anhalten. Bei der Kontrolle fanden die Beamten allerdings keine Waffen.
Die Verdächtigen, die laut Polizei die österreichische beziehungsweise türkische Staatsangehörigkeit haben, zeigten sich zu den Anschuldigungen nicht geständig.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden alle drei auf freiem Fuß angezeigt. Die Vorwürfe gegen die jungen Männer sind damit weiterhin Gegenstand des Verfahrens.