Drama in Cortina

Nach Horrorunfall bei Olympia fehlt Gefühl im Arm

Jakob Mandlbauer ist nach seinem Sturz bei den Olympischen Spielen vor zwei Monaten noch immer nicht ganz fit.
Sport Heute
17.04.2026, 07:31
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Jakob Mandlbauer hat zwei Monate nach seinem schweren Sturz bei den Olympischen Spielen einen großen Schritt nach vorne gemacht. Der Bobpilot war damals nach einem folgenschweren Unfall im Viererbob auf einer Trage aus dem Eiskanal gebracht worden. Inzwischen steht der Wahl-Salzburger wieder im Training wenn auch mit Einschränkungen. Wie es ihm aktuell geht, schilderte der 27-jährige Steirer im Gespräch mit der "Krone".

Beim olympischen Bewerb in Cortina war Mandlbauer mit seinem Team im zweiten Lauf schwer gestürzt. Der Bob schlitterte mehrere hundert Meter unkontrolliert durch den Eiskanal. Während sich die Anschieber selbst befreien konnten, blieb der Pilot liegen und musste medizinisch versorgt werden. Immerhin: Er konnte unmittelbar nach dem Crash Arme, Kopf und Oberkörper bewegen. Die Diagnose fiel vergleichsweise glimpflich aus Bandscheibenprobleme, aber keine gravierenden Folgeschäden.

Heute, rund zwei Monate später, ist die Erleichterung groß. "Eh gut, dass es nichts Schlimmeres ist", habe er schon kurz nach dem Unfall gespürt, erzählt Mandlbauer. Dennoch sind die Folgen noch präsent: Die Halswirbel hatten auf den Nervenkanal gedrückt, im rechten Arm sind die Auswirkungen weiterhin spürbar. "Die Nerven sind noch nicht ganz wie vorher", so der Steirer. Laufeinheiten absolviert er bereits wieder vollständig, bei bestimmten Armbewegungen erreicht er derzeit etwa die Hälfte seines früheren Leistungsniveaus. Laut Ärzten soll sich das in den kommenden Monaten vollständig normalisieren.

Auch im Krafttraining tastet sich Mandlbauer Schritt für Schritt zurück. Vor allem bei Zugbewegungen über Bizeps und Trizeps merkt er noch Defizite. Trotzdem ist er optimistisch: Im Olympiazentrum Rif steigert er die Belastung kontinuierlich. "Es geht jede Woche ein bisschen mehr", sagt er.

Sportlich sieht er seine Saison nicht in Gefahr. Im Team wird es allerdings eine Änderung geben: Sebastian Mitterer beendet sein Engagement, sein Fokus lag ausschließlich auf den Olympischen Spielen. Wie sich die restlichen Teams formieren, ist noch offen. Auch im österreichischen Verband stehen Umstrukturierungen bevor welche Auswirkungen das auf Mandlbauers Crew haben wird, bleibt abzuwarten.

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