Freunde halfen sofort

Nach Lawinenabgang – Tourengeher schwer verletzt

In Obertauern wurde ein Skitourengeher von einer Lawine erfasst und schwer verletzt. Seine Begleiter konnten ihn rasch ausgraben.
Österreich Heute
08.02.2026, 18:30
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Ein Lawinenabgang im Skigebiet Obertauern (Salzburg) hat am Sonntagmittag (8.02.) einen schweren Unfall ausgelöst. Ein Skitourengeher wurde dabei teilverschüttet und erlitt schwere Verletzungen.

Lawine selbst ausgelöst

Der Unfall ereignete sich gegen 12.25 Uhr im Bereich der Kesselspitze auf rund 2.300 Metern Seehöhe. Laut Bergrettung ging das Schneebrett am Osthang der Großen Kesselspitze ab. Eine fünfköpfige Skitourengruppe aus Österreich war zu diesem Zeitpunkt im Gelände unterwegs.

"Die fünfköpfige Skitourengruppe aus Österreich löste das Schneebrett selbst aus", schilderte Einsatzleiter und Hundeführer Christian Binggl aus Obertauern gegenüber dem ORF. Der später Verschüttete war als Zweiter der Gruppe unterwegs und soll die Lawine ausgelöst haben.

Begleiter retteten Verschütteten

Der Mann wurde nur teilweise verschüttet. Weil eine Hand aus den Schneemassen ragte, konnten ihn seine Begleiter rasch orten und ausgraben. "Der Mann hatte Glück im Unglück, weil er im oberen Steinbereich zu liegen kam", hieß es von der Bergrettung.

Alarmierte Einsatzkräfte waren rasch vor Ort. Neben Bergrettern aus Obertauern standen auch ein Rettungshubschrauberteam, ein Polizeihubschrauber sowie Hundeführer im Einsatz. Der Schwerverletzte wurde notärztlich versorgt und anschließend ins Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen.

Riesiges Schneebrett

Das Schneebrett hatte laut Einsatzkräften eine Breite von rund 60 Metern und eine Länge von etwa 300 Metern. Die unverletzt gebliebenen Begleiter wurden per Hubschrauber ins Tal gebracht. Insgesamt standen 13 Bergretter, drei Hundeführer, zwei Hubschrauberteams und die Alpinpolizei im Einsatz.

Im betroffenen Gebiet galt am Sonntag Lawinenwarnstufe 2 („mäßig“). Der Lawinenlagebericht warnte laut ORF erneut vor einer schlecht aufgebauten Altschneedecke und schwer erkennbaren Gefahrenstellen. Bereits einzelne Wintersportler könnten Schneebretter auslösen. Schon am Samstag waren im Lungau mehrere Lawinen abgegangen, ein Mann wurde dabei ebenfalls teilverschüttet.

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